Hallo zusammen,
stehe gerade vor der Entscheidung, wo ich meinen String-Wechselrichter für die geplante 9,8 kWp Anlage installieren soll. Zur Auswahl stehen ein SMA Sunny Tripower oder Fronius Primo.
Option 1: Montage im Keller - hier hätte ich optimale Zugänglichkeit für Wartung und Monitoring, allerdings längere DC-Kabelwege (ca. 25m) mit entsprechenden Verlusten. Temperatur wäre konstant bei etwa 15-20°C.
Option 2: Direktmontage auf dem Dach in wetterfester Ausführung - kürzere Kabelwege, aber deutlich schlechtere Erreichbarkeit für Service und Updates. Temperaturbelastung im Sommer bis 60°C möglich.
Für die Tesla Wallbox Integration und das Smart Home System wäre der Kellerstandort definitiv praktischer. Aber wie kritisch sind die längeren DC-Leitungen wirklich? Und wie oft muss man überhaupt an einen modernen Wechselrichter ran?
Wer hat Erfahrungen mit beiden Varianten gemacht? Besonders interessiert mich die Wartungsrealität nach ein paar Betriebsjahren.
Hallo,
ich hab selbst einen Fronius Primo seit 4 Jahren im Keller laufen und bin sehr zufrieden damit. Die 25m DC-Kabel sind kein Drama - bei ordentlichem Querschnitt (6mm²) verlierst du vielleicht 1-2%, das ist vernachlässigbar.
Der große Vorteil: Du kommst super an den WR ran für Updates und Falls mal was ist. Mein Fronius hatte nach 2 Jahren ein Firmware-Update gebraucht wegen neuer Netzrichtlinien, das war im Keller easy gemacht. Auf dem Dach wäre das nervig geworden.
Die Temperatur im Keller ist optimal für die Lebensdauer. Mein Kollege hat seinen SMA oben auf dem Carport - der läuft auch, aber die heißen Sommertage merkt man schon am Wirkungsgrad.
Für deine Tesla-Wallbox ist Keller definitiv sinnvoller, da hast du alle Komponenten schön zusammen. Smart Home Integration läuft auch viel einfacher wenn alles zentral ist.
Wartung brauchst du eigentlich nicht viel, aber wenn doch mal was ist, bist du froh über die gute Erreichbarkeit. Würde Keller nehmen.
Gruß Markus