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Mangelhafte Wartung durch Dienstleister: Beschwerde einreichen - aber wie?

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Thomas-Krebs
Beiträge: 5
Themenstarter
(@thomas-krebs)
Active Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten
[#61]

Hallo zusammen,

ich bin jetzt knapp 3 Jahre mit meiner 8-kWp-Anlage am Laufen und habe mir dabei intensiv die Ertragsoptimierung angeschaut. Dabei ist mir aufgefallen, dass der von mir beauftragten Service-Firma bei der halbjährlichen Wartung im Sommer einiges durchgerutscht ist – defekte String-Stecker wurden übersehen, die DC-Verschaltung nicht ordnungsgemäß überprüft. Das hat mich etwa 8–10% Ertrag gekostet, wie sich später bei der manuellen Überprüfung herausgestellt hat.

Nun frage ich mich: Wie geht man da vor, wenn man mit der Qualität eines Dienstleisters unzufrieden ist? Gibt es offizielle Beschwerdestellen – Handwerkskammer, Verbraucherzentrale? Muss ich eine schriftliche Reklamation schreiben? Hat jemand von euch solche Situationen bereits durchgestanden und kann berichten, wie die Beschwerde verlaufen ist? Mich interessiert besonders, ob es eine Chance auf Schadensersatz oder zumindest Kostenübernahme für die Gutachter-Überprüfung gibt.

Danke im Voraus!


2 Antworten
Kritiker_77
Beiträge: 8
(@kritiker_77)
Active Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Handwerkskammer ist richtig, würde ich auch sofort machen. Aber realistisch gesprochen: Bei Speichern und komplexen Systemen passiert das ständig, weil viele Techniker gar nicht richtig geschult sind. Deine 8–10% Ertragsverlust musst du belegen können – da brauchst du Monitoring-Daten und idealerweise ein externes Gutachten. Das kostet leider selbst wieder Geld. Ob sich das rechtlich lohnt, hängt vom Schadensersatz ab. Bei 8 kWp reden wir vielleicht über 300–500 Euro jährlich – das ist vor Gericht schwer durchzusetzen.


Antwort
Manfred K.
Beiträge: 1
(@manfred68)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Guten Tag Thomas,

genau da kann ich dir aus eigener Erfahrung helfen. Bei meiner 12-kWp-Anlage – laufen seit 2019 – bin ich selbst schon auf ähnliche Probleme gestoßen. Erste Anlaufstelle ist immer die Handwerkskammer des jeweiligen Bundeslandes. Die haben eine Schlichtungsstelle für Streitigkeiten zwischen Auftraggeber und Handwerksbetrieben – das kostet meist zwischen 50 und 150 Euro und ist deutlich schneller als ein Anwalt.

Zweite Option: Verbraucherzentrale deines Landes prüft, ob Gewährleistungsansprüche oder Schadensersatz berechtigt sind. Die schreiben dann auch eine formale Mahnung.

Dritte Möglichkeit: Über deine Hausratversicherung oder – je nach Anlage-Versicherung – einen Rechtsschutz. Manche Policen decken das ab.

Schriftliche Reklamation ist Pflicht! Per Einschreiben an den Betrieb, mit konkreten Fehlern und Ertragsnachweisen. Wie ich hier mal geschrieben habe, muss Wartung dokumentiert sein – und wenn die Dokumentation lückenhaft ist, ist das schon ein Punkt für dich.

Viel Erfolg!


Antwort
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