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Balkonkraftwerk mit Shelly oder Smartmeter intelligent steuern

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D.Schneider
Beiträge: 8
Themenstarter
(@d-schneider)
Active Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten
[#63]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich gerade mit der intelligenten Steuerung eines geplanten Balkonkraftwerks und hätte gerne eure Erfahrungen zu den verschiedenen Regelungsansätzen.

Meine Frage: Macht es Sinn, ein 600W Balkonkraftwerk mit sowohl einer Shelly EM als auch einem modernen Smartmeter zu betreiben, um die Laststeuerung zu optimieren? Oder führt das zu Redundanz und Kompatibilitätsproblemen?

Ich interessiere mich speziell für:
- Wie genau funktioniert die Lastfolgeregelung mit Shelly im Vergleich zu einer reinen Smartmeter-Lösung?
- Welche Wechselrichter-Modelle arbeiten zuverlässig mit beiden Systemen zusammen?
- Gibt es neuere Erkenntnisse seit 2025 zur Datengenauigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit?
- Lohnt sich der zusätzliche Aufwand für die doppelte Erfassung, oder bin ich damit einfach overengineered?

Ich plane, die Anlage später möglicherweise um einen kleinen Speicher zu ergänzen. Sollte ich das bei der Wahl des Steuersystems bereits berücksichtigen?

Danke für konkrete Erfahrungen!


2 Antworten
T.Hofmann
Beiträge: 15
(@t-hofmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Nach meinen Erfahrungen mit der Speicher-Nachrüstung bei meiner 12er Anlage würde ich dir folgendes empfehlen: Nimm erst mal nur die Shelly EM. Die ist einfach zu kalibrieren, die API ist stabil, und für ein 600W Balkonkraftwerk völlig ausreichend. Ich fahre damit gerade bei meiner Mini-PV-Ergänzung sehr gut.

Das Smartmeter brauchst du ohnehin für die Netzanbindung und EEG-Abrechnung – aber zum intelligenten Regeln würde ich es nicht nutzen. Zu viel Komplexität, zu viele Schnittstellen. Wenn du später einen Li-Speicher dazunimmst, dann eh ein neues Energiemanagementsystem – also spar dir die Doppelstruktur jetzt.

Welcher WR ist denn konkret geplant?


Antwort
Thorsten K.
Beiträge: 2
(@thorsten92)
New Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

D.Schneider, gute Frage – ich sehe hier aber auch einen klassischen Fall von Overengineering. Die Shelly EM misst auf AC-Seite nach dem WR, der Smartmeter misst die gesamte Bezugsleitung. Das sind unterschiedliche Messpunkte – ob das zusammen sinnvoll ist, hängt stark vom WR-Modell und der Firmware ab.

Ein paar kritische Punkte:
- Viele moderne WR haben bereits interne Regelungsalgorithmen, die mit einem Single-Messpunkt besser arbeiten als mit Dual-Feedback
- Die Reaktionszeit bei Shelly-basierten Regelungen ist oft träger als gedacht (500–800ms Zykluszeit)
- Dein zukünftiger Speicher braucht ohnehin ein anderes Kontrollsystem – das wird dann wieder Änderungen fordern

Mein Rat: Fang mit einer sauberen Smartmeter-Integration an. Wenn du später merkst, dass die Performance nicht reicht, nachrüsten ist immer noch möglich. Aber die parallele Beschaffung von zwei Messsystemen jetzt? Das ist Geldverschwendung, ehrlich gesagt.


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