Hallo zusammen,
ich plane meine erste Solaranlage (ca. 8-10 kWp) mit Speicher und möchte sie auch gleich intelligent ins Energiemanagementsystem integrieren. Das ist für mich beruflich interessant, aber zeitlich bin ich als Projektmanager echt eingespannt.
Jetzt meine konkrete Frage: Wenn ich einen Installateur beauftrage – übernimmt der auch die Förderanträge (KfW/BAFA)? Und wenn ja, wie transparent ist das? Ich möchte nicht später feststellen, dass ich einen Anspruch verpasst habe oder dass die Smart-Home-Integration nicht mit der Förderung abgestimmt wurde.
Alternativ: Selbst antragstellen und den Handwerker nur für die reine Installation buchen? Der Overhead wäre dann auf meiner Seite, aber ich hätte die Kontrolle.
Wie macht ihr das? Zahlt ihr extra für die Antragsabwicklung oder ist das im Angebot inbegriffen? Und – ganz wichtig – wie stellt ihr sicher, dass alles förderfähig bleibt, wenn später noch Smart-Home-Komponenten dazukommen?
Danke für eure Erfahrungen!
Michael, meine Empfehlung nach jahrzehntelanger Erfahrung mit Elektrotechnik ist klar: Der Installateur MUSS die Anträge fachlich korrekt einreichen – das ist seine Sache und gehört zur Handwerksleistung dazu. Punkt. Wer das extra berechnen will, ist unseriös.
Bei der Smart-Home-Sache bin ich allerdings kritisch: Viele Handwerksbetriebe verstehen unter "Integration" nur die Stecker setzen. Das echte Energiemanagement – also die Logik, die Wärmepumpe, Speicher und Verbrauch intelligent steuert – ist oft noch Neuland. Deshalb mein Rat: Gib dem Installateur ein klares Lastenheft vor. Sag ihm, welche Geräte (Wechselrichter, Speicher, Smart-Meter) du brauchst, damit später ein Smart-Home-System (ob Raspi oder kommerzielle Lösung) angebunden werden kann.
Die Förderung selbst regelt sich dann von alleine, solange die Hardware förderungskonform ist.
Hi Michael,
also aus meiner Sicht haben da viele Installateure unterschiedliche Herangehensweisen. Einige kalkulieren die Antragsbearbeitung mit rein, andere nehmen dafür extra Geld. Was ich hier im Forum gelesen habe – unter anderem in älteren Threads zu Wechselrichtern und deren Anforderungen – ist: Je größer der Betrieb, desto eher haben die eine standardisierte Lösung dafür.
Bei der Smart-Home-Integration würde ich aber ehrlich sagen: Das solltest du VORHER schriftlich klären. Nicht jeder Installateur kennt sich mit modernen Energiemanagementsystemen wirklich aus. Manche sehen das als "zusätzliches Risiko". Da könnte es sinnvoll sein, selbst schon mal zu recherchieren, welche Module förderungskonform sind, und das dann dem Handwerker vorzulegen.
Lange Rede, kurz: Schriftliche Angebote einholen, EXPLIZIT nachfragen, ob Smart-Home-Komponenten im Förderantrag berücksichtigt werden, und eventuell einen Elektriker mit IoT-Erfahrung zusätzlich ins Boot holen.