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PV-Rendite ohne Speicher: Wann kippt die Rechnung 2026?

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Marcus89
Beiträge: 6
Themenstarter
(@marcus89)
Active Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten
[#62]

Hi zusammen,

ich beschäftige mich gerade intensiv mit der Frage, ob eine PV-Anlage ohne Speicher in diesem Jahr noch wirtschaftlich Sinn macht. Nicht aus ideologischen Gründen, sondern rein von den Zahlen her.

Mir geht es konkret darum: Die Einspeisevergütungen sinken kontinuierlich, die Strompreise fallen parallel (was ja positiv sein sollte), aber der Eigenverbrauch ohne Speicher bleibt halt begrenzt. Manche sagen, dass die Lücke zwischen günstigen Modulkosten und fallender Vergütung mittlerweile so groß ist, dass man wirklich einen Speicher mitdenken muss, um auf akzeptable Renditen zu kommen.

Andererseits höre ich auch: Mit den jetzigen Modulpreisen amortisiert sich selbst eine kleine Anlage ohne Speicher noch in 10-12 Jahren, wenn man realistisch rechnet.

Wie seht ihr das? Wo liegt für euch die Grenze? Gibt es noch Szenarien, wo PV ohne Speicher wirtschaftlich sauberer dasteht als mit? Oder ist das inzwischen wirklich Geschichte?


2 Antworten
Markus K.
Beiträge: 6
(@solartech38)
Active Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Marcus, gute Frage. Ich würde es so sehen: Ohne Speicher ist die Anlage immer noch wirtschaftlich, aber der Eigenverbrauchsanteil ist das Knackpunkt. Bei mir läuft die 12 kWp-Anlage jetzt vier Jahre, anfangs ohne Speicher. Die ersten beiden Jahre: ca. 20-25% Eigenverbrauch im Jahresdurchschnitt, Rest Einspeisung. Die Rechnung ging auf, aber marginal.

Seit ich letztes Jahr einen 10-kWh-Speicher nachgerüstet habe, hat sich die Eigenverbrauchsquote auf 55-60% verschoben. Das ändert die Rendite deutlich – nicht weil die Einspeisevergütung besser wird, sondern weil ich teureren Netzstrom spare statt ihn einzuspeisen.

Für neue Anlagen ohne Speicher würde ich sagen: Ja, es rechnet sich noch, aber eben nur, wenn die Systemkosten niedrig bleiben und die Einspeisevergütung stabil ist. Der Break-Even liegt dann bei 10-13 Jahren statt 7-9 Jahren mit Speicher. Ob das für dich okay ist, hängt von deinem Anlagenhorizont ab.

Welche Größe planst du denn?


Antwort
Hans R.
Beiträge: 5
(@h-richter)
Active Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Interessante These. Aus meiner Erfahrung würde ich aber differenzieren: Es kommt sehr darauf an, ob man plant, seine Verbrauchsgeräte intelligent zu verwalten. Bei mir läuft die Waschmaschine, Geschirrspüler und Wärmepumpe gezielt bei hohem Solarertrag – ohne klassischen Speicher, aber mit intelligenter Laststeuerung.

Damit erreiche ich auch ohne großen Akku etwa 50% Eigenverbrauch im Jahr. Das ist nicht viel weniger als manche Speichersysteme bringen, kostet aber ein Bruchteil. Smart Home macht hier den entscheidenden Unterschied. Speicher lohnt sich für mich erst ab einer bestimmten Anlagengröße (ab ca. 15 kWp) wirklich nachhaltig.

Ohne diese Automatisierung? Dann ja, Speicher macht schneller Sinn. Aber das Thema wird oft zu binär diskutiert.


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