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[Gelöst] Wer haftet wenn Mieterstrom-Wechselrichter im Sommer ausfällt?

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T.Brenner72
Beiträge: 4
Themenstarter
(@t-brenner72)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#9]

Hallo zusammen,

ich bin seit letztem Jahr Vermieter eines kleinen Mehrfamilienhauses (4 Einheiten) und habe im Herbst 2025 eine Mieterstrom-Anlage installiert lassen. Läuft eigentlich ganz gut, die Mieter sind zufrieden und der Sommer macht das ganze natürlich nochmal attraktiver weil die Erträge gerade richtig hoch sind.

Jetzt hat mich aber ein Gedanke nicht mehr losgelassen, den mir ein Bekannter neulich beim Grillen aufgebracht hat: Was passiert eigentlich wenn der Wechselrichter mitten im Sommer ausfällt? Die Mieter haben ja Mieterstromverträge mit mir, d.h. ich bin quasi ihr Stromlieferant. Wenn die Anlage ausfällt müssen die ja automatisch teurer beim örtlichen Grundversorger kaufen oder wie läuft das genau ab?

Muss ich als Vermieter dann für die Mehrkosten aufkommen die den Mietern entstehen? Also wenn z.B. ein Mieter statt 28ct/kWh plötzlich 38ct/kWh zahlt weil er auf den Grundversorger angewiesen ist, bin ich dann in der Pflicht den Differenzbetrag zu ersetzen?

Ich hab im Mieterstromgesetz und im EnWG mal quergelesen aber ich blick da nicht wirklich durch. Hat jemand von euch sowas schon erlebt oder kennt die rechtliche Lage dazu? Gibt es irgendwelche Versicherungen die soweit gehen oder ist das über die normale Gebäudehaftpflicht abgedeckt?

Wäre super wenn jemand helfen könnte, will das vor dem Urlaub noch klären.


2 Antworten
ThomasKrueger
Beiträge: 7
(@thomaskrueger)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Dem Thomas kann ich nur zustimmen was die vertragliche Regelung angeht. Ich würde aber noch einen Punkt ergänzen: Schau dir mal die Bedingungen deiner Betreiberhaftpflicht bzw. Anlagenversicherung genau an. Viele Policen decken Ertragsausfälle bei technischem Defekt ab, aber ob das auch die Mehrkosten der Mieter einschließt ist eine ganz andere Frage.

Bei meiner eigenen Anlage habe ich nach der Winterwartung im Mai extra nochmal nachgefragt was genau versichert ist – das lohnt sich wirklich. Die meisten Standardversicherungen für PV-Anlagen decken primär den eigenen Ertragsausfall ab, nicht Drittschäden wie eben die Preisdifferenz die deine Mieter zahlen müssten.

Für den konreten Fall würde ich folgendes empfehlen:
1. Mieterstromvertrag auf Haftungsklauseln prüfen lassen
2. Versicherer direkt anfragen ob Mehrkosten für Mieter mitversichert sind
3. Eventuell eine spezifische Betreiberhaftpflicht für Mieterstrom abschließen

Die gibt es inzwischen tatsächlich als spezialisierte Produkte, einige Anbieter haben das auf dem Schirm seit das Mieterstromgesetz mehr Verbreitung findet.


Antwort
Tim-Mueller11
Beiträge: 5
(@tim-mueller11)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Also ich seh das bisschen anders als die Vorposter. Klar sollte man den Vertrag vernünftig aufsetzen, aber mal ehrlich: wann hat ein Mieter jemals wirklich Schadensersatz vom Vermieter wegen Stromausfall eingeklagt? Das ist in der Praxis doch kaum ein Thema solange du als Vermieter nicht komplett untätig bleibst wenn was kaputtgeht.

Der Wechselrichter wird vom Hersteller mit Garantie geliefert, und wenn du schnell einen Techniker organisierst bist du aus dem Schneider. Die meisten Mieterstromverträge haben auch ne automatische Fallback-Regelung auf den Netzbetreiber, das ist quasi Standard.

Ich würde nicht zu viel Energie in theoretische Haftungsszenarien stecken sondern lieber sicherstellen dass du nen guten Wartungsvertrag hast und im Notfall schnell reagieren kannst. Monitoring läuft gerade im Sommer eh auf Hochtouren, da merkst du nen Ausfall innerhalb von Stunden.


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