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Welche Zertifikate oder Nachweise sollte ein PV-Dienstleister vorweisen?

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Stefan-Mueller
Beiträge: 6
Themenstarter
(@stefan-mueller)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#14]

Hallo zusammen,

ich plane gerade für den Sommer eine größere Erweiterung meiner PV-Anlage und möchte dafür einen externen Dienstleister beauftragen – Montage, Elektroinstallation, vielleicht auch Inbetriebnahme. Da ich im letzten Sommer schon schlechte Erfahrungen mit einem Anbieter gemacht habe (schlechte Kommunikation, Arbeit nicht fachgerecht abgeschlossen), möchte ich diesmal wirklich sorgfältig vorgehen.

Meine Frage: An welchen Zertifikaten, Qualifikationsnachweisen oder Mitgliedschaften kann ich die Qualität eines Dienstleisters tatsächlich festmachen? Ich habe schon von der Eintragung in die Handwerksrolle gehört, aber reicht das? Was ist mit Dingen wie ZVEH, BSW-Solar-Mitgliedschaft oder herstellerspezifischen Zertifizierungen – bringen die in der Praxis wirklich etwas oder ist das alles nur Marketing?

Außerdem: Gibt es vielleicht auch Dinge, die ich direkt beim ersten Gespräch oder Angebot prüfen kann, ohne stundenlang Nachweise zu recherchieren? Ich bin kein Elektriker, also tue ich mich etwas schwer damit, technische Qualifikationen einzuschätzen.

Freue mich über praktische Hinweise aus eigener Erfahrung. Danke!


2 Antworten
R.Hoffmann
Beiträge: 12
(@r-hoffmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Die Handwerksrolle ist tatsächlich die absolute Mindestvoraussetzung – ohne Eintragung als Elektrobetrieb darf jemand die Anlage gar nicht ans Netz bringen. Das kann man übrigens beim zuständigen Netzbetreiber oder direkt über das Installateurverzeichnis des örtlichen VNB prüfen, das ist öffentlich einsehbar.

Darüber hinaus würde ich auf die BSW-Solar-Mitgliedschaft nicht allzu viel geben, das ist wirklich eher ein Verbandsthema. Was mir persönlich mehr Vertrauen gibt: herstellerspezifische Zertifikate von Wechselrichterherstellern wie SMA, Fronius oder Huawei. Die verlangen für ihr Partnerprogramm nachweisbare Schulungen und eine gewisse Installationserfahrung.

Hatte selbst neulich im Thread zur Frühjahrerweiterung ähnliche Überlegungen angestellt. Fazit: Kombination aus VNB-Zulassung + Herstellerpartnerschaft + mindestens 3 überprüfbaren Referenzen ist bei mir die Mindestliste.


Antwort
Julian K.
Beiträge: 4
(@juliankoch)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Ich seh das ähnlich wie R.Hoffmann, aber würde noch einen Punkt ergänzen: Schau dir unbedingt an, ob der Betrieb eine eigene Elektrofachkraft mit eingetragenem Meister oder Techniker hat – nicht nur einen Subunternehmer, der mal einen Kurs gemacht hat. Das kriegst du raus, indem du einfach fragst wer konkret die Arbeiten durchführt und welche Qualifikation die Person hat. Manche Firmen geben das offen an, andere werden komisch dabei – das sagt auch schon was.

BSW-Mitgliedschaft würde ich genauso wie er einstufen: nice to have, aber kein verlässlicher Qualitätsindikator. Ich hab schon BSW-Mitglieder erlebt die lausige Arbeit abgeliefert haben und umgekehrt kleine Betriebe ohne Verbandsmitgliedschaft die super waren.

Ganz praktisch: Lass dir immer ein schriftliches Angebot mit Materialliste geben. Wenn einer das verweigert oder sehr vage bleibt – Finger weg.


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