Hallo zusammen,
ice plane gerade meine erste größere PV-Anlage und beschäftige mich intensiv mit allen technischen Aspekten – vom Stromspeicher bis zum Monitoring. Dabei bin ich auf das Thema Moduldegradation gestoßen und habe dazu ein paar konkrete Fragen.
Ich verstehe, dass Solarmodule über die Jahre an Leistung verlieren, aber ich finde da überall unterschiedliche Angaben. Die einen sagen 0,5% pro Jahr, andere sprechen von 0,8% oder sogar bis zu 1% im ersten Jahr und dann weniger. Das macht für eine 25-30 Jahre Berechnung ja einen riesigen Unterschied bei der Rentabilität!
Wie kann ich das realistisch einschätzen? Gibt es da Unterschiede zwischen modernen Modulen und älteren? Und vor allem: Wie berücksichtige ich das seriös in meiner Wirtschaftlichkeitsberechnung für Eigenverbrauch mit Speicher? Soll ich da einfach linear 0,7% pro Jahr ansetzen oder ist das zu optimistisch?
Für mein Monitoring-Setup möchte ich später auch tracken können, ob meine Module im erwarteten Rahmen altern oder ob was nicht stimmt. Habt ihr da Erfahrungen?
Gute Frage, Thomas. Nach 5 Jahren eigener Betriebserfahrung kann ich dir da schon was zu sagen. Die Degradation ist real, aber bei modernen Modulen deutlich besser geworden als früher.
Aktuelle hochwertige Module (Monocrystallin von renommierten Herstellern) degradieren typischerweise im ersten Jahr um etwa 2-3%, dann stabilisiert sich das auf ca. 0,5% pro Jahr. Ältere Polymodule waren da deutlich schlimmer – da war 1% pro Jahr normal.
Für deine Rentabilitätsrechnung würde ich seriös mit 0,6-0,7% pro Jahr kalkulieren, aber auf jeden Fall im Datenblatt deiner konkreten Module nachschauen, was der Hersteller garantiert. Die meisten geben 20-30 Jahre Leistungsgarantie mit definierten Grenzen.
Beim Monitoring: Wenn du einen guten Wechselrichter mit integriertem Datenlogging hast und deine Einstrahlung dokumentierst, kannst du nach 1-2 Jahren schon sehen, ob deine Module im Sollbereich liegen. Wichtig ist, die spezifische Leistung (kWh pro kWp pro Tag) zu tracken, nicht nur absolute Erträge – da spielen zu viele andere Faktoren rein.
Interessant, dass du dich damit auseinandersetzt. Ich bin gerade wieder am anfangen nach so langer Zeit und finde es wichtig zu verstehen, wie lange die Module wirklich gut funktionieren.
Wenn ich das richtig verstanden habe, sind die neueren Module ja deutlich robuster als damals in den 2000ern, oder? Und diese ganzen Degradationsraten – spricht man da auch davon, dass Hitze und UV-Strahlung darauf einen großen Einfluss haben? Im Herbst und Winter sollte das weniger sein, aber im Sommer...