Hallo zusammen, ich versuche gerade, die Grundlagen von Solarspeichern zu verstehen und ob sich eine Investition für mich lohnt. Bisher habe ich mich mit den einzelnen Komponenten einer PV-Anlage auseinandergesetzt – Module, Wechselrichter, Verkabelung – aber beim Speicher bin ich noch unsicher.
Meine Situation: Ich wohne in einem Mehrfamilienhaus und interessiere mich grundsätzlich für Mieterstrom-Modelle. Aber zunächst würde ich gerne verstehen, wie Speicher funktionieren und unter welchen Bedingungen sie wirtschaftlich sinnvoll sind. Besonders jetzt im September, wenn die Tage kürzer werden und die Sonne weniger scheint, frage ich mich: Macht ein Speicher bei sinkenden Erträgen überhaupt noch Sinn?
Ich habe gelesen, dass Speicher sehr teuer sind und lange brauchen, bis sie sich amortisieren. Gleichzeitig liest man überall von sinkenden Strompreisen und neuen Förderungen. Ich bin ehrlich gesagt verwirrt, welche Faktoren ich berücksichtigen muss und ob ein Speicher für jede Situation die richtige Lösung ist. Kann mir jemand helfen, die Grundlagen zu verstehen?
Danke schonmal!
Hallo Amelia M., gerne helfe ich dir da weiter. Also ehrlich gesagt: Bei dir im Mehrfamilienhaus würde ich erstmal den Speicher hinten anstellen. Der lohnt sich wirtschaftlich vor allem dann, wenn du einen hohen Eigenverbrauch hast – also wenn du tagsüber viel Strom selbst nutzt. Im Herbst und Winter wird das eher schwierig.
Aus meiner Erfahrung mit meiner 12er-Anlage kann ich dir sagen: Der Speicher amortisiert sich bei mir erst nach etwa 10-12 Jahren, und das nur weil ich den Strom selbst nutze statt einzuspeisen. Die Kosten sind einfach noch zu hoch im Verhältnis zum Nutzen, besonders bei geringeren Erträgen.
Für dein Mieterstrom-Modell würde ich dir empfehlen, erst die Grundausstattung ohne Speicher zu planen. Das ist günstiger und du siehst dann in der Praxis, wie dein tatsächlicher Eigenverbrauch aussieht. Dann kannst du später immer noch nachrüsten, wenn's sinnvoll ist.