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Langzeitverhalten: Wie viel Leistung verlieren Module wirklich über die Jahre?

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Detlef M.
Beiträge: 1
Themenstarter
(@detlefmueller)
New Member
Beigetreten: Vor 5 Tagen
[#222]

Hallo zusammen,

ich bin nach etwa 15 Jahren wieder in die PV-Thematik eingestiegen und möchte mich informieren, bevor ich eine Anlage plane. Eine Frage beschäftigt mich dabei besonders: Wie schnell degradieren moderne Solarmodule wirklich?

Als ich damals noch aktiv war, hörte man oft von 0,5-0,8% jährlichem Leistungsverlust. Ist das immer noch aktuell, oder hat sich da was getan? Gibt es Unterschiede zwischen verschiedenen Modultypen – also zwischen kristallinen, dünnschicht oder den neueren Technologien?

Und eine praktische Frage: Wenn ich eine Anlage heute installiere, mit wie viel Restleistung sollte ich nach 20 oder 25 Jahren rechnen? Das ist ja wichtig für die Amortisationsrechnung, oder?

Ich habe auch gelesen, dass Umweltfaktoren eine Rolle spielen – Feuchtigkeit, Hitze, UV-Strahlung. Wie massiv wirken sich die aus? Kann ich was tun, um die Degradation zu verlangsamen?

Danke schon mal für die Aufklärung – ich will diese Basics einfach wieder richtig verstehen.


1 Antwort
SolarRudi68
Beiträge: 16
(@solarrudi68)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Hallo Detlef M.,

schön, dass du wieder ins Thema einsteigst! Die gute Nachricht: Die Werte haben sich tatsächlich verbessert. Bei modernen, qualitativ hochwertigen Modulen liegt der jährliche Verlust eher bei 0,4-0,6%, manche Hersteller garantieren sogar nur 0,3%. Das erste Jahr ist oft etwas höher (bis 2-3%), dann pendelt sich's ein.

Nach 25 Jahren solltest du mit etwa 80-85% der Nennleistung rechnen – bei guten Modulen auch etwas mehr. Kristalline Module sind da zuverlässiger als früher, Dünnschicht ist eher weg vom Markt.

Zur praktischen Seite: Ja, Hitze und Feuchtigkeit spielen rein, aber da kannst du als Besitzer wenig aktiv gegen tun. Eine gute Belüftung der Module (nicht zu dicht aufdach montiert) hilft. Wichtiger ist regelmäßige Reinigung und dass du seriöse Hersteller nimmst – da ist die Degradation wirklich verlässlich.

Für deine Amortisationsrechnung: Mit 0,5% kalkulieren ist realistisch und konservativ.

Gruß
Rudi


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