Hallo zusammen,
ich beschäftige mich gerade damit, meine PV-Anlage (9,6 kWp, seit letztem Jahr in Betrieb) besser mit dem Smart Home zu verknüpfen. Im Moment läuft eigentlich alles noch recht manuell – ich schaue morgens auf die Wettervorhersage und schalte dann bestimmte Geräte von Hand ein wenn die Produktion gut ist. Das ist natürlich auf Dauer keine Lösung.
Jetzt möchte ich endlich automatisieren, aber ich bin mir nicht ganz sicher wo ich anfangen soll. Konkret geht es mir darum: Welche Geräte/Verbraucher lassen sich überhaupt sinnvoll per PV-Überschuss steuern und was braucht man dazu technisch? Ich hab eine Wärmepumpe fürs Warmwasser, eine Klimaanlage (die ich diesen Sommer das erste Mal so richtig nutze), eine Wallbox und einen Geschirrspüler.
Mein Wechselrichter ist von Fronius, der hat soweit ich weiß eine API. Aber ich weiß nicht ob ich da einfach irgendein Smart Home System draufsetzen kann oder ob ich besonders auf Kompatibilität achten muss. Hat jemand sowas schon umgesetzt? Was würdet ihr als ersten Schritt empfehlen – einfach mit einem Gerät anfangen oder gleich alles auf einmal integrieren? Und gibt es Systeme die ihr besonders empfehlen könnt oder eher meiden solltet?
Viele Grüße
T.Weber
Technisch gesehen lassen sich die Prioritäten so ordnen:
1. Warmwasser-WP: höchste Pufferkapazität, SG-Ready macht das sehr einfach, quasi Plug-and-Play wenn die WP das unterstützt
2. Wallbox: größter einzelner Verbraucher, lohnt sich am meisten, braucht aber bidirektionale Kommunikation für dynamisches Laden
3. Klimaanlage: je nach Modell schwierig zu integrieren, Mitsubishi/Daikin haben eigene Cloud-APIs aber die sind nicht immer zuverlässig
4. Spülmaschine: geringste Priorität, Einschaltverzögerung reicht meist
Zur API-Thematik: Fronius Symo und Gen24 Geräte liefern per /solar_api/v1/GetPowerFlowRealtimeData.fcgi sehr saubere Echtzeitdaten, Update-Rate ist 1 Sekunde. Das ist für Heimautomation mehr als ausreichend.
Ich hab im DC/AC-Verlust-Thread schon angesprochen dass man die Wandlungsverluste bei solchen Berechnungen nicht vergessen sollte – gerade wenn man Schwellenwerte für die Automatisierung festlegt, lieber 100-150W Puffer einrechnen damit man nicht mehr aus dem Netz zieht als gedacht.