Hallo zusammen,
wir planen aktuell für unser Mehrfamilienhaus ein dezentrales Mieterstrom-Konzept mit mehreren Balkonkraftwerken (je 600W pro Einheit). Die technische Herausforderung: Wie lässt sich der Überschussstrom intelligent nutzen, wenn die einzelnen Mieter unterschiedliche Verbrauchsmuster haben?
Meine Idee: Mit einer Shelly EM könnte man doch theoretisch die Einspeiseleistung messen und automatisch eine Wärmepumpe oder Waschmaschine im Keller zuschalten – ähnlich wie bei größeren Hybrid-Systemen. Das würde die Eigennutzungsquote im ganzen Haus erhöhen und den Netzrückspeisung minimieren.
Hat jemand von euch praktische Erfahrung mit dieser Konstellation? Oder sehe ich hier ein technisches/rechtliches Problem, das ich übersehe? Im August läuft ja aktuell die Sonne optimal – gutes Fenster, um das zu testen.
Freue mich auf eure Gedanken!
Thomas
Hallo Thomas M.,
interessantes Konzept! Aber ich glaube, da stößt du auf ein paar praktische Probleme. Bei mir im Einfamilienhaus hab ich mich auch schon mit sowas ähnlichem rumgeschlagen.
Das Hauptproblem: Die Shelly misst zwar die Einspeiseleistung, aber automatisch Geräte anderer Mieter anzuschalten ist rechtlich problematisch. Das sind Eigentumsrechte, die du nicht so einfach übergehen kannst. Außerdem müsste das separat abgerechnet werden – wem gehört der Strom der Wärmepumpe dann?
Technisch ist eine Shelly EM bestimmt machbar, aber ich würde eher sagen: Jeder Mieter sollte seinen Überschuss selbst nutzen können, z.B. über smarte Steckdosen im eigenen Bereich. Das ist einfacher zu handhaben und jeder kennt seinen Verbrauch.
Vielleicht lohnt sich auch ein Gespräch mit eurem Netzbetreiber? Manche haben da inzwischen bessere Lösungen für MFH.
Viel Erfolg beim Projekt!