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Steckersolaranlage ohne Vermietererlaubnis legal betreiben?

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KlausHoffmann
Beiträge: 11
Themenstarter
(@klaushoffmann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#46]

Moin zusammen,

ich wohne zur Miete und habe mir überlegt, eine kleine Steckersolaranlage (600W) auf meinen Balkon zu stellen. Natürlich will ich das sauber tun, aber mir stellt sich die Frage: Muss ich meinen Vermieter wirklich fragen, oder ist das rechtlich nicht notwendig?

Ich habe da unterschiedliche Meinungen gelesen. Die einen sagen, es ist eine bauliche Veränderung und braucht Erlaubnis. Andere behaupten, dass eine einfache Steckersolaranlage, die nur mit einem Kabel angestöpselt wird, gar keine Genehmigung braucht – weil sie ja jederzeit wieder abgebaut werden kann.

Mich interessiert weniger das Märchengerede von der Wirtschaftlichkeit (mal ehrlich: 600W bringt euch nicht den großen Gewinn), sondern wirklich nur: Wie ist die aktuelle Rechtslage? Haftet der Vermieter, wenn ich ohne Erlaubnis etwas anbringe? Gibt es da konkrete Urteile?

Liebend gerne würde ich das im Verborgenen tun und einfach hoffen, dass es keiner merkt – aber das ist wahrscheinlich keine gute Strategie, wenn es später auffliegt.

Danke für ehrliche, fundierte Antworten!


2 Antworten
Marcus K.
Beiträge: 4
(@marcuskraus)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Also ich hab die Frage ähnlich gestellt, als ich mein Wochenendhaus mit Solaranlage ausstatten wollte – da war aber die Ausgangslage anders, weil ich Eigentuender bin. Aber beim Mietobjekt würde ich dir auch raten: Sprich mit dem Vermieter. Das mag unbequem klingen, aber wenn hinterher Fragen kommen – beim Auszug zum Beispiel – wird's unangenehm. Und ehrlich: Die meisten sind da kulanter als gedacht, wenn du zeigst, dass du verantwortungsvoll mit der Immobilie umgehst.


Antwort
Sven H.
Beiträge: 3
(@s-hoffmann30)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Klaus, gute Frage. Kurz gesagt: Nein, du brauchst üblicherweise nicht explizit die Erlaubnis des Vermieters für eine Steckersolaranlage, solange du keine permanenten Befestigungen an der Fassade vornimmst. Das ist aber nicht unbedingt eine Empfehlung, "im Verborgenen" zu arbeiten – das Risiko ist höher als die vermeintliche Einsparung.

Das Mietrecht unterscheidet zwischen Modernisierungen (die der Vermieter genehmigen muss) und Instandhaltung bzw. temporären Anlagen. Eine angestöpselte Mini-PV, die du später wieder abnehmen kannst, fällt juristisch eher in die zweite Kategorie. Allerdings: Du veränderst de facto die Balkon-Situation. Der Vermieter könnte argumentieren, dass du seine Zustimmung brauchst.

Meine Erfahrung aus der Planung: Die sicherste Route ist trotzdem ein kurzes Gespräch. »Ich möchte eine Steckersolaranlage aufstellen, die rückstandslos abnehmbar ist.« Die meisten Vermieter haben kein echtes Problem damit, wenn es reversibel ist. Und du schützt dich selbst.


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