Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, meine PV-Anlage auf dem Mehrfamilienhaus in Betrieb zu nehmen und möchte den Mieterstrom korrekt weitergeben. Meine Frage zielt weniger auf die technische Abrechnung ab – da habe ich schon eine Lösung mit separaten Zählern – sondern mehr darauf: Wie erkläre ich meinen Mietern transparent, wie sich ihre Stromrechnung zusammensetzt?
Viele Mieterstrom-Anbieter sind da eher nebulös, aber ich möchte es anders machen. Die Mieter sollen nachvollziehen können, wie viel kWh sie tatsächlich aus meiner Anlage bekommen haben, wie viel Netzstrom sie zusätzlich brauchten und wie sich der Preis pro kWh errechnet.
Hat jemand von euch Erfahrung damit, wie man das am besten kommuniziert – per monatlicher Abrechnung, online-Portal oder klassischer Abschlag? Worauf sollte ich bei der Transparenz achten, damit es keine Fragen oder Vorwürfe gibt? Gibt es Best Practices oder Fehler, die andere gemacht haben und die ich vermeiden sollte?
Danke für Tipps!
Kurze Frage: Nutzt du da einen Mieterstrom-Anbieter als Partner oder machst du das alles selbst?
Du machst das schon mit der richtigen Einstellung. Meine Erfahrung: Die Mieter wollen eigentlich nur zwei Dinge verstehen – (1) wie viel Strom kam von dir, (2) wie viel kostete das. Alles andere verwirrt.
Ich würde eine einfache monatliche Abschlagsrechnung machen mit einer transparenten Jahresabrechnung. Darauf sollten stehen: verbrauchte Gesamtmenge, davon PV-Anteil (prozentual), davon Netzstrom, und dann die Kosten einzeln aufgeschlüsselt. Wichtig: Erkläre den Preis pro kWh – viele denken, PV-Strom müsse kostenlos sein.
Ein Online-Portal finde ich übertrieben für Mieterstrom, das braucht keiner. Klassische Abrechnung reicht, wenn sie verständlich ist. Achte darauf, dass du deine Margen und Kosten offenlegst – vertraut man dir dann auch eher.