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Mieterstrom-Projekt scheitert: Typische Fehler vermeiden

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Stefan K.
Beiträge: 14
Themenstarter
(@stefan9197)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten
[#43]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich jetzt schon länger mit der Idee, unser Mehrfamilienhaus (6 Wohnungen) mit einer PV-Anlage auszustatten und den Strom an die Mieter zu verteilen. Theoretisch könnte das gut funktionieren – auf dem Dach hätte ich ca. 25 kWp Platz, die Mieter zahlen weniger als beim Stromanbieter.

Aber: Ich höre immer wieder von Projekten, die gescheitert sind. Entweder zu hohe Verwaltungskosten, Streit mit Handwerkern, Finanzierungsprobleme oder einfach zu kompliziert mit den ganzen Genehmigungen und Verträgen.

Bevor ich einen teuren Fehler mache – was sind aus eurer Erfahrung die häufigsten Anfängerfehler bei Mieterstrom? Was sollte ich unbedingt klären, bevor ich mit der Planung starte? Gibt es auch wirtschaftliche Fallstricke, die ich unterschätzen könnte?

Meine 12 kWp Anlage mit Speicher hilft mir persönlich sehr beim Energiemanagement – aber ob das auch für Mieterstrom skaliert, bin ich mir nicht sicher.

Freue mich auf realistische Tipps!


2 Antworten
HerbertSchulz
Beiträge: 6
(@herbertschulz)
Active Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Stefan, aus technischer Sicht würde ich folgendes wichtig nehmen: Der Wechselrichter muss wirklich für Mieterstrom ausgelegt sein – nicht einfach irgendein Dreiphasen-Ding nehmen.

Auch entscheidend: Wie funktioniert die dezentrale Steuerung für die einzelnen Wohnungen? Da gibt es ja mittlerweile bessere Lösungen, aber du musst das vorher verstanden haben. Bei Mehrfach-Systemen wird's schnell kompliziert.

Mein Rat: Hol dir einen guten Installateur ins Boot von Anfang an, nicht erst wenn die Planung fertig ist. Jemanden, der schon Mieterstrom-Projekte durchgezogen hat – nicht nur normale PV.


Antwort
H.Weber
Beiträge: 5
(@h-weber)
Active Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Guten Abend Stefan,

manchmal lohnt sich Mieterstrom wirtschaftlich gar nicht so richtig. Ich habe mich mit verschiedenen Finanzierungsmodellen auseinandergesetzt und festgestellt: Die Amortisationszeiten sind oft länger als anfangs berechnet.

Häufige Fehler nach meinen Recherchen:
1. Die Kosten für Messgeräte, Smart Meter und separate Wechselrichter unterschätzen
2. Verwaltunsaufwand zu niedrig ansetzen (monatliche Abrechnung kostet!)
3. Keine realistische Renditeberechnung für die Mieter – wenn diese unter 3-4% liegt, sind sie nicht motiviert
4. Rechtliche Fallstricke bei Vertragsgestaltung und Steuerpflichten

Bevor Sie anfangen, würde ich auch prüfen: Gibt es noch Förderungen? Früher war die Mieterstrom-Umlage ein großes Ding, aber die hat sich ja geändert. Das wirkt sich auf die Wirtschaftlichkeit massiv aus.

Mein Tipp: Mit einem guten Energieberater rechnen lassen, nicht selber schätzen. Das kostet vielleicht 500-1000€, spart aber teurere Fehler.


Antwort
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