Hallo zusammen,
wir möchten unseren Altbau (Baujahr 1978, Satteldach mit Biberschwanz-Eindeckung) mit einer PV-Anlage ausstatten. Südausrichtung, etwa 35° Neigung – perfekt eigentlich. Aber jetzt die Frage: Wir haben von mehreren Handwerkern gehört, dass bei Häusern aus den 70ern unbedingt eine statische Überprüfung durchgeführt werden muss, bevor Module drauf gehen.
Wie teuer wird so ein Gutachten ungefähr? Und kann ich das selbst durch die Statik-Unterlagen aus dem Grundbuch klären, oder muss wirklich ein Statiker raus? Ein Freund meint, das ist bei modernen Dächern längst Standard und kostet fast nichts – bei einem Altbau vielleicht aber anders?
Wir planen eine 8–10 kWp Anlage mit Speicher im Keller. Kann ich die Installation selbst machen oder sollte das komplett die Fachfirma übernehmen? Dankbar für praktische Tipps aus Erfahrung!
Jürgen K.
Hallo Jürgen K.,
bei Dächern von 1978 würde ich auf jeden Fall einen Statiker ranholen – das ist kein unnötiger Mehraufwand, sondern einfach notwendig. Die alte Statik aus dem Grundbuch hilft dir da leider kaum weiter, weil die damalige Planung ja gar nicht mit Zusatzlasten durch PV gerechnet hat.
Bei 8–10 kWp sprechen wir von etwa 800–1000 kg Zusastlast, das ist für ein Dach aus den 70ern nicht unerheblich. Ein Statiker kostet bei mir in der Region zwischen 400–800 Euro, je nach Aufwand. Das ist im Verhältnis zu deiner Investition völlig ok.
Zur Installation: Würde dir empfehlen, das von einer zertifizierten Fachfirma machen zu lassen. Speziell die Dachdurchdringungen und die elektrische Anbindung sind heikel. Bei der Speicherinstallation im Keller kannst du vielleicht selbst Hand anlegen, aber die PV-Module sollten Profis montieren.
Grüße