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Verschattungsanalyse selbst machen - welche Tools sind zuverlässig?

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SolarEffizienz38
Beiträge: 5
Themenstarter
(@solareffizienz38)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#43]

Hallo zusammen,

plane gerade meine erste PV-Anlage und bin unsicher bei der Verschattungsanalyse. Das Dach ist eigentlich super (Süd, 35°), aber es gibt einen großen Schornstein und in etwa 15m Entfernung steht ein 3-stöckiges Nachbarhaus.

Jetzt hab ich schon verschiedene Online-Tools ausprobiert - PV*SOL, PVGIS, und ein paar andere. Problem: Die Ergebnisse schwanken ziemlich stark. Mal sind es 85% Ertrag, mal nur 72%. Das ist schon ein erheblicher Unterschied für die Wirtschaftlichkeitsberechnung.

Hat jemand Erfahrung damit, welche Tools wirklich brauchbare Ergebnisse liefern? Oder sollte ich doch einen Fachmann beauftragen? Die Kosten dafür wären aber auch nicht ohne.

Besonders interessiert mich: Wie genau müssen die Eingabedaten sein? Reicht es, die Gebäudehöhen zu schätzen oder muss ich da wirklich nachmessen? Und wie ist das mit Bäumen - die werden ja auch noch wachsen in den nächsten 20 Jahren.

Vielleicht hat ja jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir weiterhelfen?

Danke schonmal!


3 Antworten
T.Kellner
Beiträge: 2
(@t-kellner)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Aus meiner Erfahrung sind die kostenlosen Online-Tools nur für eine erste Grobeinschätzung geeignet. PVGIS ist noch das solideste von den kostenlosen Varianten, aber auch da würde ich maximal +/- 10% Genauigkeit erwarten.

Bei deiner Situation mit dem Nachbarhaus würde ich definitiv zu einer professionellen Verschattungsanalyse raten. Die Investition von 200-400€ lohnt sich bei einer Anlage, die 20+ Jahre läuft. Die Profis haben bessere Tools und vor allem die Erfahrung, kritische Verschattungszeiten richtig zu bewerten.

Bei den Eingabedaten: Gebäudehöhen solltest du schon recht genau bestimmen. Ein Meter Unterschied kann bei der Verschattungsberechnung durchaus 5-10% Ertragsunterschied bedeuten. Für Bäume gilt: Immer mit dem zu erwartenden Wuchs in 10-15 Jahren rechnen.


Antwort
T.Weber11
Beiträge: 1
(@t-weber11)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Ich hab bei meiner Anlage letztes Jahr auch erst mit PVGIS angefangen, aber dann doch einen Solarteur beauftragt. War die beste Entscheidung! Der hat mit nem speziellen Messgerät die ganzen Verschattungsverläufe aufgenommen und eine sehr detaillierte Analyse gemacht.

Das Ergebnis war deutlich optimistischer als PVGIS - am Ende waren es 91% statt der prognostizierten 78%. Die 350€ für die Analyse haben sich also mehr als gelohnt.

Tipp: Viele Installateure machen die Verschattungsanalyse kostenlos mit, wenn du die Anlage auch bei ihnen bauen lässt.


Antwort
Marcus T.
Beiträge: 3
(@marcus-techler)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Da muss ich T.Weber11 widersprechen - nicht jeder Installateur macht wirklich professionelle Verschattungsanalysen. Viele nutzen auch nur die Standard-Online-Tools und verkaufen das als "professionelle Analyse".

Meine Empfehlung: Lass dir zeigen, mit welcher Software gearbeitet wird. Seriöse Tools sind z.B. PV*SOL premium, PolySun oder ähnliche. Die kosten die Firmen richtig Geld in der Lizenz.

Und ja, bei Verschattung durch Nachbargebäude unbedingt nachmessen! Bei meinem Projekt mit dem Gründach hatte ich ähnliche Probleme mit der korrekten Erfassung der Umgebung. Am Ende war eine Drohnenvermessung nötig um alle Höhen korrekt zu erfassen.


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