Hallo zusammen,
ich beschäftige mich gerade intensiv mit den Grundlagen von Solaranlagen und bin dabei auf ein Thema gestoßen, das mir noch nicht ganz klar ist: die Verschattung.
Bei uns im Garten steht ein großer Baum, der im Herbst – also jetzt gerade – besonders lange Schatten wirft. Ich verstehe, dass Verschattung den Ertrag reduziert, aber mich interessiert vor allem: Wie genau funktioniert das bei den einzelnen Modulen? Wenn ein Modul teilweise verschattet ist, leidet dann das ganze Modul oder nur der verschattete Teil? Und warum ist das so?
Auch würde ich gerne wissen, ob es bei einer Herbstverschattung anders ist als bei einer Sommerverschattung – gibt es da einen Unterschied in der Auswirkung?
Ich bin noch relativ neu in diesem Thema und möchte es wirklich verstehen, bevor ich mich für eine Anlage entscheide. Vielleicht kann mir hier jemand die technischen Hintergründe erklären?
Vielen Dank schon mal!
Hey Astrid L.,
gute Frage! Also das funktioniert so: Bei Teilverschattung eines Moduls leidet wirklich das ganze Modul, nicht nur der dunkle Teil. Das liegt an der Reihenschaltung der Zellen – der Strom wird durch alle Zellen begrenzt, auch die unbeschatteten. Das habe ich bei mir auch beobachtet.
Der Unterschied zwischen Herbst und Sommer ist eher praktisch: Im Herbst steht die Sonne tiefer, der Schattenwurf ist länger. Das bedeutet bei dir wahrscheinlich längere Verschattungszeiten pro Tag. Im Sommer ist der Schatten kürzer, aber dafür sind die Erträge insgesamt höher.
Ein Tipp aus meiner Erfahrung: Wenn der Baum regelmäßig problematisch wird, lohnt sich oft ein Optimizer pro Modul. Ich hab das später für genau solche Fälle eingebaut. Damit können einzelne Module unabhängig arbeiten, auch wenn eines im Schatten ist.
Viel Erfolg bei deiner Planung!