Seite wählen

PV-Anlage zur Heizu...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

PV-Anlage zur Heizungssteuerung nutzen: App-Regelung mit Wärmepumpe koppeln?

3 Beiträge
3 Benutzer
2 Reactions
9 Ansichten
SolarNeuling29
Beiträge: 6
Themenstarter
(@solarneuling29)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#275]

Hallo zusammen,

ich bin gerade dabei, mein Eigenheim zu planen und möchte von Anfang an intelligent vorgehen. Eine Photovoltaik-Anlage ist eingeplant, aber ich frage mich jetzt: Kann ich meine zukünftige Wärmepumpen-Heizung über eine App so steuern, dass sie bevorzugt bei PV-Überschuss lädt?

Mein Gedanke: Im Herbst und Winter sind die Sonnenstunden knapper, aber wenn die Sonne scheint, möchte ich gezielt heizen lassen statt Strom ins Netz zu geben. Lohnt sich das überhaupt schon bei der Planung zu berücksichtigen, oder ist das zu komplex für eine erste Anlage?

Wie macht ihr das? Brauche ich dafür einen speziellen Wechselrichter oder einen zusätzlichen Controller? Und welche App-Lösungen sind da praktisch und nicht zu teuer? Ich möchte das später auch von unterwegs abrufen können.

Danke für Tipps!


2 Antworten
Markus K.
Beiträge: 2
(@solarmonitor38)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Technisch machbar ist das auf jeden Fall. Du brauchst einen Wechselrichter mit Modbus-Schnittstelle oder MQTT-fähig und nen intelligenten Thermostaten/Regler (z.B. mit KNX oder Modbus). Mein Fokus liegt auf den Monitoring-Daten – und da würde ich dir empfehlen: Nutze von Anfang an ein lokales System ohne Cloud-Abhängigkeit. Home Assistant mit ner günstigen SG-Ready-kompatiblen Wärmepumpe und lokalem PV-Monitoring funktioniert da sehr zuverlässig. Die App-Fernsteuerung läuft dann über OpenVPN oder ähnliches, nicht über externe Server. Sicherer und zuverlässiger, wenn Sommer 2027 irgendein Cloud-Anbieter seine Preise verzehnfacht.


Antwort
MarkusKraus
Beiträge: 9
(@markuskraus)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Das ist eine berechtigte Frage, aber ich würde hier differenzieren: Im Herbst/Winter macht eine direkte Heizungs-Kopplung wirtschaftlich oft weniger Sinn als viele denken. Warum? Die Amortisationszeit verlängert sich erheblich, wenn du zusätzliche Hardware (intelligente Regler, erweiterte Monitoring-Systeme) einbaust.

Für die Wirtschaftlichkeit entscheidend: Wie groß ist deine geplante Anlage? Bei 5-7 kWp macht es Sinn, bei 3 kWp eher nicht. Mein Rat: Dimensioniere die PV-Anlage erst solid, rechne die Eigenverbrauchsquote realistische durch – und dann schau, ob Smart-Heating wirklich ROI bringt. Viele Anfänger übercomplicaten das. Oft reicht intelligente Wallbox-Steuerung und Speicher völlig aus.

Schau dir mal unsere Diskussion zu Wärmepumpe + PV: Ab wann rechnet sich die Kombination wirklich? an – da rechne ich konkrete Szenarien durch.


Antwort
Teilen:

PV-Praxis per E-Mail

Zwanzig kurze Tipps zu Technik und Betrieb: Grundlagen, Dach, Dimensionierung, Wechselrichter, Messen, Eigenverbrauch, Balkonkraftwerk, Wallbox, Monitoring und Fehlersuche. Dazu das Praxisheft als PDF. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.