Hallo zusammen,
eine Frage, die mich seit einigen Wochen beschäftigt: Mein Wechselrichter macht in den heißen Sommermonaten ein relativ lautes Lüftergeräusch – besonders mittags, wenn die Leistung am höchsten ist. Das war bei der Anschaffung nicht so prominent.
Ich versuche gerade, die wirtschaftlichen Auswirkungen zu kalkulieren. Meine Überlegung: Wenn der Wechselrichter durch ständiges Drosseln wegen Überhitzung nicht die volle Leistung bringt, verliere ich potenziellen Ertrag. Das fließt direkt in meine Amortisationsrechnung ein. Hat jemand Erfahrung damit, ob ein zu heißer Wechselrichter messbar die Jahresleistung reduziert?
Zum Geräusch selbst: Ist das normal? Kann man den Lüfter reinigen oder justieren? Oder deutet das auf einen Defekt hin? Mich interessiert auch, ob eine bessere Belüftung des Geräts wirtschaftlich sinnvoll ist – also ob die Kosten für eine Nachrüstung durch höheren Ertrag wieder reinkommen.
Danke für Tipps!
Klaus,
interessanter Punkt, dass du das messtechnisch angehen willst. Mit meinen Monitoring-Tools habe ich bei verschiedenen WR-Modellen tatsächlich unterschiedliche Thermal-Management-Strategien gemessen. Ein paar Erkenntnisse:
1. Moderne Wechselrichter (ab ca. 2021) haben ausgefeilte Lüftersteuerungen. Das Geräusch ist oft normal und nicht besorgniserregend.
2. Die tatsächliche Leistungsreduktion hängt vom Modell ab – manche WR drosseln minimal, andere massiv. Du könntest hier Messdaten sammeln und mit deiner Sollleistung abgleichen.
3. Prüf mal die Installationsanleitung: Manche Hersteller geben konkrete Mindestabstände zur Belüftung vor. Ein paar cm mehr Platz ringsum bringen oft erstaunliche Verbesserungen.
Die Investition in bessere Belüftung rechnet sich bei dir wahrscheinlich, wenn die jährliche Drosselung über 2-3 % liegt – das müsstest du mit deinen Daten berechnen können.
VG,
Tobias
Hi Klaus,
gutes Stichwort Drosseln – das ist tatsächlich messbar. Ich habe bei meiner 12er Anlage seit 2019 regelmäßig die Datenblätter und Erträge verglichen. Wenn der WR über etwa 60°C Gehäusetemperatur kommt, reduziert er die Ausgangsleistung. Im Sommer hatte ich anfangs ähnliche Probleme.
Meine Lösung: Den WR einfach besser belüften. Ich habe den aus der engen Hutschiene raus in einen größeren Schrank mit abnehmbarer Vorderklappe montiert – seitdem läuft der Lüfter nur noch bei extremer Last. Der Ertrag ist deutlich höher geworden, v.a. zwischen 11 und 14 Uhr.
Den Lüfter selbst solltest du regelmäßig mit dem Staubsauger absaugen. Das hilft oft schon. Ob es ein Defekt ist, sieht man meist nur, wenn der Lüfter rattert oder gar nicht mehr anspringt.
Greetz,
Manfred