Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, meine neue PV-Anlage mit einer smarten Wallbox zu koppeln und komme bei einem praktischen Problem nicht weiter: Wie definiere ich eigentlich die Schwelle, ab der die Wallbox automatisch laden soll?
Es geht mir nicht um die theoretische Berechnung, sondern um die konkrete Einstellung. Wenn ich z.B. sage "Laden nur bei 500W Überschuss", passiert es regelmäßig, dass die Wallbox startet, dann aber nach einer Minute wieder abbricht, weil die Sonne hinter einer Wolke verschwindet. Das ist doch verschleißfördernd für das Auto und die Wallbox, oder?
Andererseits: Wenn ich die Schwelle zu hoch setze (sagen wir 2000W), nutze ich kaum noch meinen Überschuss im Herbst, weil solche Spitzenwerte selten vorkommen.
Wie geht ihr vor? Gibt es da Erfahrungswerte, die zwischen Verschleiß und tatsächlicher Nutzung einen guten Mittelweg finden? Und kann man die Schwelle in den gängigen Smart-Home-Systemen einfach individuell anpassen, oder muss da der Installateur ran?
Danke für konkrete Tipps!
Antje Z., das ist tatsächlich ne gute Frage. Bei mir am Wochenendhaus hab ich ähnliche Erfahrungen gemacht. Was mir geholfen hat: Ich arbeite mit ner Hysterese, also zwei Schwellen. Die Wallbox startet erst bei 1500W Überschuss und stoppt erst wieder, wenn's unter 800W fällt. Das reduziert die Schalterei erheblich.
Zum Verschleiß – ehrlich gesagt hab ich mich da anfangs auch Sorgen gemacht, aber das moderne Zeug ist robuster als gedacht. Ein paar Starts pro Tag sind kein Problem.
Im Herbst/Winter würde ich die untere Schwelle einfach runterfahren, wenn nötig. Bei den meisten modernen Systemen geht das ohne Elektriker übers Smartphone-Interface. Schau in deine Dokumentation, welches System du hast – da sollte's irgendwo ne Bedienanleitung geben.
Mein persönlicher Tip: Probier's mit 1000W als Start und 500W als Stop. Das ist für mich der goldene Mittelweg zwischen Nutzung und Nervfaktor geworden.