Hallo zusammen,
ich beschäftige mich gerade intensiver mit der Frage, ob ich mein Balkonkraftwerk nachträglich mit einem Speicher ergänzen sollte. Bei meiner Recherche bin ich immer wieder auf die beiden Batterietypen LFP und NMC gestoßen, und ehrlich gesagt bin ich etwas verwirrt, was die praktischen Unterschiede angeht.
Meine 600W-Anlage läuft ja schon seit ein paar Monaten auf dem Südbalkon, und ich sehe deutlich, dass ich im Sommer mittags viel Überschuss habe, den ich nicht nutzen kann. Im August ist das besonders krass – die Sonne knallt drauf, aber ich bin tagsüber oft nicht zu Hause.
Meine Frage: Macht bei einer kleinen Anlage wie meiner LFP oder NMC mehr Sinn? Worauf sollte ich beim Kauf achten, damit ich nicht am Ende eine teure Fehlentscheidung treffe? Gibt es da große Unterschiede bei der Lebensdauer und den Kosten?
Ich freue mich auf eure Erfahrungen!
Viele Grüße,
Helmut
Gute Frage, Helmut! Ich hab mich damit vor kurzem selbst herumgeschlagen. Kurz gesagt: LFP ist die bessere Wahl, wenn du langfristig sparen willst. Zyklenfestigkeit ist einfach ein riesiger Vorteil – die Batterien halten doppelt so lange wie NMC. Klar, LFP kostet anfangs mehr, aber über die Lebensdauer rechnet sich das.
Zum Thema Wirtschaftlichkeit: Lass dich nicht von günstigen NMC-Speichern verlocken. Die verlieren schneller Kapazität, gerade bei häufigem Laden/Entladen im Sommer. Bei deinem Setup mit regelmäßigem Überschuss brauchst du etwas Robustes.
Mein Rat: Wenn du es ernsthaft machst, dann LFP – am besten 3-5 kWh, damit du auch an bewölkten Tagen was davon hast. Sonst lohnt sich der ganze Aufwand nicht. Wie sieht denn dein durchschnittlicher Tagesverbrauch aus?
Helmut, da muss ich dich gleich warnen: Bei Balkonkraftwerken ist der Speicher ohnehin eine fragwürdige Investition – und dann noch die Wahl zwischen LFP und NMC zu treffen, ohne die Wirtschaftlichkeit vorher zu checken, ist riskant.
LFP ist zwar langlebiger (5000+ Zyklen vs. 2000-3000 bei NMC) und sicherer, aber auch teurer. NMC ist günstiger, degradiert aber schneller. Für dein 600W-System brauchst du wahrscheinlich nur 2-3 kWh, und da frage ich mich ernsthaft: Rechnet sich das in 10-15 Jahren? Mit deinen Überschüssen im August – schau dir mal genau an, wie viel kWh das wirklich sind, bevor du vierstellige Summen ausgibst. Viele unterschätzen, wie lange die Amortisation dauert. Mein Tipp: Rechne es durch, mit realistischen Strompreisen.