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Inselanlage ohne Netzanbindung: Wann macht das wirtschaftlich Sinn?

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Marcus-Klein
Beiträge: 4
Themenstarter
(@marcus-klein)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#232]

Hallo zusammen,

ich plane gerade eine PV-Anlage für ein Ferienhaus und beschäftige mich mit der Frage, ob eine komplette Inselanlage ohne Netzeinspeisung für mich sinnvoll ist. Das Haus wird nur sporadisch genutzt – hauptsächlich in den Sommermonaten wie jetzt im August.

Meine Überlegung: Würde sich eine Kombination aus PV + Speicher lohnen, wenn ich gar nicht ins Netz einspeisen kann oder will? Oder bin ich dann finanziell deutlich schlechter gestellt als mit einer normalen netzgekoppelten Anlage mit Speicher?

Mich interessiert weniger die technische Machbarkeit (das ist klar), sondern eher die Wirtschaftlichkeit. Welche Speicherkapazität wäre realistisch für solch eine Nutzung? Und gibt es bestimmte Komponenten oder Hersteller, die sich für Inselsysteme besonders bewährt haben?

Ich möchte bei der Planung keine Zeit verschwenden und setze auf qualitativ hochwertige Teile, die langfristig zuverlässig laufen. Hat jemand von euch praktische Erfahrungen mit so einer Konstellation?

Danke für eure Einschätzungen!


2 Antworten
Lukas W.
Beiträge: 1
(@l-weber56)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Interessante Frage! Ich beschäftige mich gerade mit Solarertragsberechnung und habe mich dabei auch schon mit Inselsystemen auseinandergesetzt. Das Kernproblem bei deinem Ferienhaus ist: Im Sommer hast du massiv Überproduktion, die du nicht nutzen kannst. Die Batterie läuft schnell voll, danach geht die PV-Leistung verloren.

Im Winter wiederum – wenn du vielleicht auch mal vorbeikommst – ist der Ertrag lausig. Das bedeutet, du müsstest für Worst-Case dimensionieren, was extrem teuer wird.

Hast du überlegt, die Anlage trotzdem netzgekoppelt zu bauen, aber einfach keine Einspeisevergütung zu beantragen? Dann hättest du weniger Bürokratie und könntest zumindest im Sommer Strom verkaufen, falls sich das doch noch lohnen sollte. Nur mal so als Gedanke...


Antwort
SolarCheck42
Beiträge: 5
(@solarcheck42)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Marcus, da muss ich ehrlich sein: Für ein Ferienhaus, das hauptsächlich im Sommer genutzt wird, ist eine echte Inselanlage wirtschaftlich schwer zu rechtfertigen. Ich habe das mal durchgerechnet für einen Bekannten mit ähnlicher Situation.

Die Speichergröße wird dich killen, weil du für die wenigen Tage im Winter (falls du dann auch da bist) über-dimensionieren musst. Mit 2–3 Wochen Sommernutzung ist eine 5–10 kWh Batterie realistisch – kostenmäßig aber kaum zu amortisieren über die Lebensdauer der Anlage.

Alternative: Netzgekopplung ohne Einspeisevergütung anmelden (oder mit, je nach Bundesland). Kleinerer Speicher (3–5 kWh) für deine Eigennutzung, der Rest speist ins Netz. Das ist deutlich effizienter und günstiger. Welche ungefähren Verbrauchswerte hast du denn für das Ferienhaus?


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