Hallo zusammen,
ich plane gerade meine PV-Anlage in München und bin bei der Dienstleister-Wahl etwas unsicher. Es geht mir weniger um die reine Installation, sondern vor allem darum, wie die verschiedenen Anbietertypen mir bei der Speicherdimensionierung und Smart Home Integration helfen.
Ich habe jetzt mehrere Angebote: Ein etablierter lokaler Handwerksbetrieb hier in München, der mit mir ausführlich geredet hat, und zwei überregionale Unternehmen mit großem Online-Auftritt. Alle drei empfehlen unterschiedliche Speichergrößen (8, 10 und 12 kWh) und ganz unterschiedliche Ansätze zur Home Assistant Integration.
Meine Frage: Haben die lokalen Betriebe bei solch spezialisierten Dingen wie Smart Home Integration überhaupt das Know-how? Oder sind die überregionalen Anbieter da wirklich besser, auch wenn sie weniger persönlich wirken? Und wie erkenne ich, wer mir keine überдимensionierte Lösung verkauft, um mehr zu verdienen?
Freue mich auf eure Erfahrungen!
Guter Punkt mit der Smart Home Integration! Das ist genau mein Bereich. Ehrlich gesagt: Die besten Hybrid-Wechselrichter heute haben ohnehin standardisierte Schnittstellen (Modbus, MQTT), daher braucht es weniger spezielles Wissen als viele denken.
Was ich bei Installateuren sehe: Überregionale Anbieter haben oft bessere Test-Labore und aktuelle Hardware-Kenntnisse. Lokale Betriebe dafür oft praktischere Lösungen, wenn's um Integration in bestehende Hausautomation geht – weil sie vor Ort flexibler reagieren können.
Für dich als Software-Entwickler würde ich sagen: Such dir einen Handwerker, der offen dafür ist, dass du teilweise selbst konfigurierst. Das ist günstiger und du hast volle Kontrolle. Die meisten guten lokalen Elektrotechniker sind da flexibel, wenn du ihnen zeigst, dass du das kannst. Habe ich in einem älteren Thread zu Eigeninstallation vs. Fachbetrieb auch schon erwähnt – die Grenzen verschwimmen gerade bei tech-affinen Hausbesitzern.
Bei Speicher: 8-12 kWh ist für München völlig normal je nach Dachfläche und Verbrauchsprofil. Frag nach der konkreten Simulation deines Hauses, nicht nach allgemeinen Empfehlungen.
Das ist genau die richtige Frage, Stefan. Ich sehe hier permanent Angebote, die wirtschaftlich nicht sinnvoll sind – und das kommt sowohl von kleinen als auch großen Anbietern.
Bei Smart Home bin ich ehrlich skeptisch: Viele lokale Handwerker haben da wirklich Wissenslücken. Aber das gilt teilweise auch für überregionale Ketten, die nur nach Standardschema arbeiten. Der entscheidende Punkt ist, ob derjenige dir die echten Kosten-Nutzen-Szenarien durchrechnet oder einfach das größte Paket verkauft.
Mein Tipp: Frag alle drei konkret nach ihrer Berechnungsmethode für deine Speichergröße. Nicht "warum 10 kWh", sondern "wie habt ihr meinen Verbrauch und mein Einspeisepotenzial analysiert". Wer dir da vage antwortet oder mit pauschalen Faustregeln kommt, brauchst du nicht weiter zu beachten. Ich habe das in meinem früheren Thread zu Speicherkapazitäten bei Balkonkraftwerken diskutiert – ähnliche Problematik.
Bei Smart Home Integration würde ich konkret nach bisherigen Projekten mit Home Assistant fragen und mir Code-Beispiele zeigen lassen. Das trennt schnell die Profis von denen, die nur das Wort "Smart" im Katalog haben.