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Eigenverbrauch bei gemischten Mietern - Homeoffice vs. Berufstätige?

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Marcus K.
Beiträge: 3
Themenstarter
(@marcuskraus)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen
[#4]

Hallo zusammen,

ich plane für mein 8-Parteien-Haus eine PV-Anlage mit Mieterstrom. Jetzt stehe ich vor dem Problem, dass ich völlig unterschiedliche Mietertypen habe:

4 Parteien sind klassische Berufstätige - die sind von 7-18 Uhr praktisch nie da, Verbrauch hauptsächlich abends/nachts. Die anderen 4 sind teils Rentner, teils Homeoffice-Arbeiter, die den ganzen Tag zu Hause sind und entsprechend auch tagsüber Strom verbrauchen.

Jetzt im Sommer kommt noch dazu, dass die Homeoffice-Leute ihre Klimaanlagen laufen lassen, während die Berufstätigen erst abends kühlen wenn überhaupt.

Wie kann ich denn realistisch berechnen, wie hoch der Eigenverbrauch sein wird? Die Standard-Lastprofile passen ja nicht so richtig, wenn die Hälfte tagsüber verbraucht und die andere Hälfte abends.

Muss ich für jede Partei einzeln messen oder gibt es Erfahrungswerte für so gemischte Häuser? Wie macht ihr das bei der Planung?

Viele Grüße
Marcus


3 Antworten
Werner-Schmidt
Beiträge: 6
(@werner-schmidt)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Hallo Marcus,

das Problem kenne ich gut aus der Praxis. Du brauchst auf jeden Fall individuelle Verbrauchsmessungen pro Partei über mindestens 2-3 Monate. Die Standard-Lastprofile vom Netzbetreiber gehen von einem Durchschnitt aus, der bei dir nicht passt.

Bei gemischten Mietstrukturen wie deiner rechne ich normalerweise mit 25-35% Eigenverbrauchsquote ohne Speicher, mit Speicher dann 45-60%. Die Homeoffice-Leute und Rentner helfen dir tagsüber enorm, kompensieren aber nicht vollständig die Abendspitzen der Berufstätigen.

Tipp: Lass dir von den Mietern die letzten Stromabrechnungen zeigen und erstelle daraus ein grobes Profil. Für die Klimatisierung im Sommer musst du etwa 30-50% mehr Verbrauch einrechnen bei den Homeoffice-Leuten.

Ich hatte mal einen ähnlichen Fall - da ging es auch um realistische Berechnungen. Am Ende lagen wir nur 5% daneben.


Antwort
Thomas-Krger
Beiträge: 6
(@thomas-krger)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Moin Marcus,

kann den Vorrednern nur zustimmen. Hab ne ähnliche Situation bei mir - allerdings nur 4 Parteien. Die Mischung macht's wirklich schwierig.

Was ich gemacht hab: Smart Meter für alle installiert und erstmal 3 Monate gemessen. Kostete zwar bisschen was, aber so hatte ich realistische Daten. Bei mir kam raus: Eigenverbrauch lag bei 38% ohne Speicher.

Jetzt mit 20 kWh Speicher bin ich bei knapp über 60%. Die Homeoffice-Leute "tanken" tagsüber den Speicher voll und abends profitieren alle davon.

Ohne Messung würd ich nicht planen - zu riskant bei den Investitionskosten.


Antwort
SolarTech_89
Beiträge: 3
(@solartech_89)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Was Werner sagt stimmt schon, aber ich würde noch ergänzen: Gerade bei Klimaanlagen ist der Tagesverbrauch oft höher als gedacht. Die laufen ja nicht nur wenn jemand da ist, sondern oft durchgehend um die Temperatur zu halten.

Bei 50/50 Aufteilung wie bei dir würde ich mit etwa 40% Eigenverbrauch rechnen ohne Speicher. Das ist mehr als bei reinen Berufstätigen-Häusern (20-25%) aber weniger als bei reinen Rentnerhäusern (50-60%).

Speicher lohnt sich bei dir definitiv, weil du die Abendspitzen abfedern kannst.


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