Hallo zusammen!
Ich bin Lisa und beschäftige mich zum ersten Mal mit dem Thema Photovoltaik. Wir haben ein Einfamilienhaus gekauft (Baujahr 1998) und möchten gerne eine PV-Anlage installieren lassen. Das Dach ist süd-westlich ausgerichtet und hat eine Neigung von ca. 35°.
Mein Problem: Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wo ich anfangen soll! Es gibt so viele verschiedene Anbieter, Module, Wechselrichter... Ich bin total überfordert von all den Informationen im Internet.
Wie seid ihr bei eurer ersten Anlage vorgegangen? Sollte ich zuerst mehrere Angebote einholen oder erstmal selbst rechnen, was überhaupt möglich ist? Und worauf muss ich bei der Auswahl der Komponenten besonders achten?
Unser Stromverbrauch liegt bei etwa 3500 kWh im Jahr, falls das wichtig ist. Budget hätten wir so 15.000-20.000€.
Wäre super, wenn ihr mir ein paar Tipps geben könntet, wie ich systematisch an die Planung rangehe!
Viele Grüße
Lisa
Hallo Lisa,
willkommen im Forum! Deine Ausgangslage klingt schon mal sehr gut - Süd-West-Ausrichtung mit 35° Neigung ist praktisch optimal.
Mein Tipp für den Einstieg: Fang mit einer groben Potentialanalyse an. Miss dein Dach aus oder lass es vermessen, dann kannst du schätzen, wieviel kWp draufpassen. Bei deinem Verbrauch würde ich mindestens 5-6 kWp anpeilen.
Angebote würde ich erst einholen, wenn du weißt, was du ungefähr willst. Sonst bekommst du 5 völlig unterschiedliche Vorschläge und bist noch verwirrter. Wie ich schon in einem anderen Thread erwähnt hab, ist die richtige Dimensionierung das A und O.
Verschaff dir erstmal einen Überblick über die Grundlagen: Modultypen (mono-/polykristallin), Wechselrichter-Konzepte (String vs. Optimierer) und aktuelle Preise pro kWp.
Dein Budget ist realistisch für eine solide Anlage!
Erstmal Angebote einholen und vergleichen. Mindestens 3-4 verschiedene Firmen. Dann siehst du schnell, was machbar ist.
Achtung bei zu billigen Angeboten - oft versteckte Kosten oder schlechte Qualität.
Hi Lisa!
Ich würde dir empfehlen, mit 'nem Online-Rechner zu starten, um erstmal ein Gefühl für die Zahlen zu bekommen. Da kannst du verschiedene Anlagengrößen durchspielen.
Bei deinem Verbrauch von 3500 kWh macht definitiv eine größere Anlage Sinn - ich hab damals auch den Fehler gemacht und zu klein geplant. Heute würd ich sagen: Mach die Anlage so groß wie möglich, auch wenn du nicht alles selbst verbrauchst.
Wichtig ist auch: Schau dir das Dach genau an. Gibt's Verschattung durch Bäume, Schornstein, Nachbarhäuser? Das kann die Erträge deutlich reduzieren.
Und noch ein Tipp: Lass dir von den Anbietern nicht nur Gesamtpreise geben, sondern auch die Einzelpositionen aufschlüsseln. Da siehst du schnell, wer seriös kalkuliert.