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Verschattung durch Nachbarhaus - PV-Anlage trotzdem sinnvoll?

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KlausHoffmann
Beiträge: 4
Themenstarter
(@klaushoffmann)
New Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#5]

Hallo zusammen,

wir planen eine PV-Anlage auf unserem Einfamilienhaus und hätten gerne eure Einschätzung. Das Problem: Unser Nachbar hat vor drei Jahren sein Haus um ein Stockwerk aufgestockt, wodurch jetzt leider ein Teil unseres Süddachs verschattet wird.

Konkret geht es um folgende Situation: Das Nachbarhaus steht etwa 8 Meter entfernt und wirft zwischen 14:00 und 16:00 Uhr einen Schatten auf etwa ein Drittel unserer geplanten Modulfläche (ca. 25 qm von insgesamt 70 qm). Der Rest der Dachfläche ist weiterhin unverschattet.

Mein Installateur meint, wir sollten Power-Optimierer verwenden, dann würde die Verschattung nicht so stark ins Gewicht fallen. Allerdings wird dadurch die Anlage deutlich teurer - statt 18.000 Euro würden wir bei etwa 24.000 Euro landen.

Lohnt sich das überhaupt noch? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Gibt es vielleicht auch andere Lösungsansätze, die wir noch nicht bedacht haben?

Vielen Dank schon mal für eure Hilfe!

Gruß Klaus


3 Antworten
SolarPlaner68
Beiträge: 3
(@solarplaner68)
New Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Moin Klaus,

6000 Euro Aufpreis für Optimierer ist happig, aber nicht unrealistisch. Bei SolarEdge oder Tigo kommst du schnell auf 200-250 Euro pro Modul.

Mein Tipp: Schau dir auch mal Enphase Mikrowechselrichter an. Die kosten zwar ähnlich viel, haben aber den Vorteil der modulweisen Überwachung und fallen bei Defekt nur einzeln aus.

Wichtig: Lass die Wirtschaftlichkeit mit realen Verschattungswerten rechnen, nicht mit Pauschalwerten. Viele Installateure übertreiben gerne die Verschattungsprobleme, um teurere Technik zu verkaufen.

Bei nur 2 Stunden Verschattung am Tag würde ich persönlich eher auf die Optimierer verzichten und die gesparten 6000 Euro in einen größeren Speicher investieren.


Antwort
S.Weber
Beiträge: 7
(@s-weber)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Hallo Klaus,

die Situation kenne ich gut aus der Praxis. Bei partieller Verschattung sind Optimierer tatsächlich eine gute Lösung, aber nicht immer wirtschaftlich sinnvoll.

Mein Vorschlag: Lass dir vom Installateur eine detaillierte Verschattungsanalyse mit PV*SOL oder ähnlicher Software erstellen. Damit kann man genau berechnen, wie viel Ertragsverlust durch die Verschattung entsteht - sowohl mit als auch ohne Optimierer.

Alternativ könntest du auch nur die verschatteten Module mit Optimierern ausstatten und den Rest konventionell verkabeln. Das spart Kosten und ist bei deiner Dachaufteilung durchaus machbar. Wichtig ist dabei die richtige String-Planung.

Ohne konkrete Zahlen würde ich schätzen: Bei 14-16 Uhr Verschattung verlierst du etwa 15-25% Ertrag in diesem Bereich. Ob sich die 6.000 Euro Mehrkosten rechnen, hängt stark von der tatsächlichen Verschattungsintensität ab.


Antwort
Thomas-Becker
Beiträge: 10
(@thomas-becker)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Also ich würd an deiner Stelle erstmal prüfen lassen, ob die Aufstockung vom Nachbar überhaupt rechtens war. Wenns gegen Baurecht verstößt, muss er vielleicht sogar zurückbauen.


Antwort
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