Guten Tag zusammen,
ich beschäftige mich schon länger mit den Grundlagen der Photovoltaik und habe jetzt eine spezifische Frage zu meiner Situation. Ich habe an meiner Wohnung sowohl einen Ost- als auch einen Westbalkon. Im Sommer nutze ich beide intensiv, und es wäre technisch sinnvoll, auf beiden je ein Balkonkraftwerk zu installieren – eines morgens, eines nachmittags/abends.
Jetzt frage ich mich: Darf ich beide Anlagen einfach in die gleiche Steckdose oder zumindest in den gleichen Stromkreis einspeisen? Ich habe da unterschiedliche Aussagen gehört. Der eine sagt, das geht nicht, weil dann zwei Wechselrichter am selben Netz hängen. Der andere meint, das ist kein Problem, solange die Gesamtleistung unter 600W bleibt.
Welche technischen und rechtlichen Anforderungen muss ich da beachten? Gibt es Normen dafür? Und vor allem: Macht das wirtschaftlich überhaupt Sinn, oder verliere ich zu viel durch Ineffizienzen?
Ich würde mich über erfahrene Antworten freuen.
Herbert, das ist aus technisch-wirtschaftlicher Sicht interessant. Die Frage ist nicht nur rechtlich, sondern auch eine Frage der Effizienz. Zwei kleine Wechselrichter (z.B. 300W each) haben zusammen höhere Verluste als ein größerer, weil der Teillastbereich ungünstiger ist. Allerdings: Die zeitliche Entkopplung (Ost morgens, West nachmittags) könnte den flachen Ertragsverlauf ausgleichen. Für eine fundierte Antwort müsste man die Anlagengeometrie, deine Verbrauchskurve und lokale Gegebenheiten durchrechnen. Das ist eine Optimierungsaufgabe, aber nicht trivial – ähnlich wie bei der Speicher-Frage, die ich früher diskutiert habe.