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Wirkungsgrad bei Hitze und Bewölkung - warum so große Unterschiede?

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Klaus_1956
Beiträge: 8
Themenstarter
(@klaus_1956)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#224]

Hallo zusammen,

ich experimentiere jetzt schon ein paar Monate mit verschiedenen Mini-Solarmodulen auf meinem Balkon und habe dabei etwas beobachtet, das mich verwirrt. Im August bei dieser Affenhitze dachte ich, meine Module bringen jetzt richtig viel Strom – aber das Gegenteil ist der Fall!

Am 15. August bei klarem Himmel und etwa 35°C habe ich deutlich weniger Ertrag gemessen als am selben Tag am Morgen bei nur 20°C, obwohl die Sonne viel höher stand. Und dann hatte ich letzte Woche einen bewölkten Tag, da war der Ertrag ja erwartungsgemäß niedrig – aber die Module waren deutlich kühler und irgendwie effizienter?

Ich verstehe die Physik dahinter nicht wirklich. Hat das mit dem Temperaturkoeffizient zu tun, den ich überall höre? Wie funktioniert das genau? Und: Sollte ich bei der Auswahl meiner Module auf einen besseren Temperaturkoeffizient achten, oder ist das eh egal bei einer kleinen Balkonanlage?

Freue mich auf Erklärungen!


2 Antworten
TechNik_95
Beiträge: 6
(@technik_95)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Guter Beobachtungssinn, Klaus! Das ist tatsächlich einer der häufigsten "Überraschungen" für Anfänger wie mich. Der Temperaturkoeffizient ist da der Schlüssel.

Einfach gesagt: Solarmodule mögen keine Hitze. Bei modernen Silizium-Modulen sinkt die Leistung etwa um 0,4–0,5 % pro Grad Celsius über 25°C. Das klingt wenig, aber bei 35°C sind das schon 4–5 % Verlust, und die Zelltemperatur ist oft noch höher als die Lufttemperatur, weil die Module sich in der Sonne selbst aufheizen.

Bei Bewölkung ist es kühl, aber weniger Licht = weniger Strom insgesamt. Der Effizienzvorteil durch niedrigere Temperatur kompensiert den Lichtverlust nicht. Was Sie beobachtet haben, ist aber real: An bewölkten, kühlen Tagen ist der Wirkungsgrad prozentual höher, die Gesamtmenge Strom aber trotzdem kleiner.

Für eine Balkonanlage würde ich nicht extra für einen besseren Koeffizienten zahlen – die Kostenersparnis ist bei Mini-Anlagen minimal. Wichtiger: gute Belüftung der Module, damit sie nicht überhitzen!


Antwort
Lena K.
Beiträge: 12
(@lena29)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Danke dass du das erklärst! Ich bin gerade erst dabei, meine erste größere Anlage zu planen, und im Anfänger-Thread hatte ich diese Frage noch nicht richtig verstanden. So macht es jetzt Sinn – im Hochsommer ist also nicht automatisch die beste Zeit für den höchsten Ertrag?

Eine Frage dazu: Welche Temperaturkoeffizienten sind denn aktuell Standard? Und gibt es große Unterschiede zwischen den Herstellern?


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