Hallo zusammen,
ich beschäftige mich seit längerem mit der Frage, ob sich eine Nachrüstung oder ein Austausch meiner Module lohnt. Meine 12-kWp-Anlage läuft jetzt über 7 Jahre zuverlässig, aber bei meinen regelmäßigen Wartungsarbeiten stelle ich fest, dass die Wirkungsgrade auch bei optimalen Bedingungen nicht mehr ganz die sind, die sie mal waren – normal wegen Degradation, klar.
Jetzt lese ich überall von Heterojunction-Modulen mit deutlich besseren Wirkungsgraden und auch besserer Performance bei Hitze und Teilverschattung. Das würde ja gerade bei meinem Setup mit den Nachbarbäumen interessant sein. Aber die Preise sind ja noch immer erheblich höher als bei Standard-Monokristallinen.
Wer hat denn praktische Erfahrungen mit HJT-Modulen sammeln können? Gibt es schon konkrete Preissignale, dass sich das in den nächsten zwei Jahren normalisiert? Und vor allem: Lohnt sich der Wechsel überhaupt wirtschaftlich, wenn die Altanlage noch läuft?
Hey Thomas,
interessante Frage. Ich bin bei HJT-Modulen selbst noch abwartend, weil ich bei meiner 12er Anlage bisher keine echten Langzeitdaten sehe. In meinen Diskussionen mit lokalen Installateuern höre ich, dass die Preise zwar sinken, aber noch nicht im Bereich sind, wo sich ein reiner Austausch rechnet – eher bei Neuinstallationen oder größeren Erweiterungen.
Bei dir mit der Verschattungsproblematik könnte es anders aussehen, weil HJT tatsächlich bei schwächeren Lichtverhältnissen besser abschneiden. Hast du mal überlegt, nur bestimmte Module im stärker verschatteten Bereich nachzurüsten statt alles zu wechseln? Das würde die Wirtschaftlichkeit vielleicht anders aussehen lassen. Bin hier aber auch neugierig auf andere Erfahrungen.
Moment – da muss ich kurz widersprechen. HJT ist technologisch interessant, aber 2026 noch nicht "erschwinglich" im Sinne von: lohnt sich ein Komplettaustausch. Die Rechnung ist einfach: Deine Anlage produziert noch, die Degradation bei älteren Modulen ist bei guter Wartung kalkulierbar. Ein Austausch bedeutet nicht nur die neuen Module, sondern auch Demontage, Entsorgung, Elektrik-Anpassung – das treibt die Gesamtinvestition in die Höhe.
Bei verschatteten Flächen könnte partieller Austausch theoretisch sinnvoller sein, aber die Installation von Mischmodulen erzeugt Komplikationen beim Monitoring und der Energieoptimierung. Für deinen Use-Case würde ich eher eine bessere Verschattungsanalyse und ggf. Optimierer empfehlen als auf HJT zu warten.