Moin zusammen,
ich bin dabei, meine alte Wohnung (Baujahr 1975) mit ein bisschen Smart Home nachzurüsten und parallel eine kleine PV-Anlage zu planen. Aber ehrlich gesagt nervt mich die ganze Marketingrede überall – überall wird mit CO2-Einsparungen jongliert, als würde man damit die Welt retten.
Meine Frage: Wenn ich jetzt Smart Home Geräte nachrüste (Heizungssteuerung, Beleuchtung, vielleicht später ne Wallbox), um meinen Eigenverbrauch zu optimieren – wie viel CO2 spart man damit *wirklich* ein? Und wie rechnet man das ehrlich auf?
Mich interessiert besonders:
- Wie viel CO2 fließt in die Produktion und Installation aller Komponenten?
- Macht Smart Home im Altbau mit veralteter Elektroinstallation überhaupt noch Sinn?
- Bei welcher Anlagesize und welchem Strompreis wird das wirtschaftlich?
Ich hab gehört, dass viele Online-Rechner viel zu optimistisch sind. Gibt's hier jemanden, der mit realistischen Zahlen arbeitet, nicht mit Herstellerangaben?
Danke für ehrliche Erfahrungen!
Hi Thomas,
du sprichst da einen wichtigen Punkt an. Ich hab mich bei meinen Balkonmodul-Recherchen (siehe Second-Life-Akkus für Balkonkraftwerk) auch schon gefragt, ob die Komplexität am Ende wirklich sinnvoll ist.
Für Smart Home im Altbau würde ich sagen: Fang klein an. Eine intelligente Heizungssteuerung bringt often mehr als alle Lampen zusammen – bei uns im Altbau sinds vielleicht 10-15% Heizenergie-Ersparnis realistisch, nicht die 25-30%, die Hersteller versprechen.
Bei der CO2-Bilanz: Die Produktion einer Zentrale, Sensoren, Verkabelung – das amortisiert sich wahrscheinlich erst nach 8-10 Jahren, wenn überhaupt. Dazu kommen Stromverbrauch der Geräte selbst. Ehrlich? Bei einer mini-Anlage lohnt sich der ganze Automatisierungs-Kram oft weniger als die PV selbst.
Interessante Frage. Ich bin gerade dabei, meine erste PV mit Smart Home zu planen, und beschäftige mich deshalb intensiv mit der Wechselrichter-Auswahl und der Integration.
Mein Ansatz: Nicht Smart Home als Ziel, sondern als Mittel zum Eigenverbrauch-Management. Heizungssteuerung + Wallbox-Anbindung an den Wechselrichter – das macht Sinn. Aber intelligente Jalousien und Beleuchtungs-Szenen? Das sind oft Spielereien.
Zu deinen Zahlen: Bei realistischen Annahmen (Altbau, Heizenergie ~70% des Gesamtverbrauchs) sparst du mit Smart Home Heizung vielleicht 5-8% Heizenergie ein. Bei nem CO2-Faktor von ~0,4 kg pro kWh Strom = signifikant, aber nicht dramatisch. Und nur, wenn die Systeme minimal invasiv sind und du nicht ständig Fernwartung im Haus hast.