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Altbau Smart Home + PV: Wie realistisch ist CO2-Einsparung wirklich?

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Thomas K.
Beiträge: 6
Themenstarter
(@skeptiker47)
Active Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten
[#286]

Moin zusammen,

ich bin dabei, meine alte Wohnung (Baujahr 1975) mit ein bisschen Smart Home nachzurüsten und parallel eine kleine PV-Anlage zu planen. Aber ehrlich gesagt nervt mich die ganze Marketingrede überall – überall wird mit CO2-Einsparungen jongliert, als würde man damit die Welt retten.

Meine Frage: Wenn ich jetzt Smart Home Geräte nachrüste (Heizungssteuerung, Beleuchtung, vielleicht später ne Wallbox), um meinen Eigenverbrauch zu optimieren – wie viel CO2 spart man damit *wirklich* ein? Und wie rechnet man das ehrlich auf?

Mich interessiert besonders:
- Wie viel CO2 fließt in die Produktion und Installation aller Komponenten?
- Macht Smart Home im Altbau mit veralteter Elektroinstallation überhaupt noch Sinn?
- Bei welcher Anlagesize und welchem Strompreis wird das wirtschaftlich?

Ich hab gehört, dass viele Online-Rechner viel zu optimistisch sind. Gibt's hier jemanden, der mit realistischen Zahlen arbeitet, nicht mit Herstellerangaben?

Danke für ehrliche Erfahrungen!


2 Antworten
Marco91
Beiträge: 5
(@marco91)
Active Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Hi Thomas,

du sprichst da einen wichtigen Punkt an. Ich hab mich bei meinen Balkonmodul-Recherchen (siehe Second-Life-Akkus für Balkonkraftwerk) auch schon gefragt, ob die Komplexität am Ende wirklich sinnvoll ist.

Für Smart Home im Altbau würde ich sagen: Fang klein an. Eine intelligente Heizungssteuerung bringt often mehr als alle Lampen zusammen – bei uns im Altbau sinds vielleicht 10-15% Heizenergie-Ersparnis realistisch, nicht die 25-30%, die Hersteller versprechen.

Bei der CO2-Bilanz: Die Produktion einer Zentrale, Sensoren, Verkabelung – das amortisiert sich wahrscheinlich erst nach 8-10 Jahren, wenn überhaupt. Dazu kommen Stromverbrauch der Geräte selbst. Ehrlich? Bei einer mini-Anlage lohnt sich der ganze Automatisierungs-Kram oft weniger als die PV selbst.


Antwort
Nico29
Beiträge: 5
(@nico29)
Active Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Interessante Frage. Ich bin gerade dabei, meine erste PV mit Smart Home zu planen, und beschäftige mich deshalb intensiv mit der Wechselrichter-Auswahl und der Integration.

Mein Ansatz: Nicht Smart Home als Ziel, sondern als Mittel zum Eigenverbrauch-Management. Heizungssteuerung + Wallbox-Anbindung an den Wechselrichter – das macht Sinn. Aber intelligente Jalousien und Beleuchtungs-Szenen? Das sind oft Spielereien.

Zu deinen Zahlen: Bei realistischen Annahmen (Altbau, Heizenergie ~70% des Gesamtverbrauchs) sparst du mit Smart Home Heizung vielleicht 5-8% Heizenergie ein. Bei nem CO2-Faktor von ~0,4 kg pro kWh Strom = signifikant, aber nicht dramatisch. Und nur, wenn die Systeme minimal invasiv sind und du nicht ständig Fernwartung im Haus hast.


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