Hallo zusammen,
ich beschäftige mich gerade mit den neuen Regelungen zur gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung ab 2026 und bin ehrlich gesagt skeptisch, was die Effizienzversprechen angeht, die ich überall lese.
Bei meinen Recherchen stoße ich ständig auf Marketing-Zahlen von Herstellern: 98% Wechselrichter-Effizienz, Module mit angeblich konstanter Leistung über 25 Jahre hinweg. In der Realität sieht es ja anders aus – Hitze, Verschmutzung, Alterung spielen eine Rolle.
Meine konkrete Frage: Wenn wir jetzt mit den neuen GEG-Vorgaben rechnen und mehrere Parteien in einem Mehrfamilienhaus gemeinsam versorgt werden – welche realistischen Effizienzpuffer sollte man bei der Wirtschaftlichkeitsrechnung einplanen? Nehmt ihr die Herstellerangaben 1:1, oder kalkuliert ihr bewusst konservativer?
Mich interessieren konkrete Erfahrungswerte, nicht die glatte Theorie. Hat hier jemand schon ein solches Projekt geplant oder betrieben?
Danke!
Kurz und direkt: Vergiss die Datenblätter für Prognosen. Real sehn wir im feldtest etwa 85% Systemeffizienz. Punkt.
Ich hab genau das bei meinen 10 Jahren Betrieb beobachtet, auch im Hitzesommer letztes Jahr. Die Module verlieren kontinuierlich – nicht dramatisch, aber messbar. Dazu kommen Umweltfaktoren: Vogelkot, Blätter, Staub. Ehrlich gesagt kalkulier ich mittlerweile mit 0,5–0,7% Degradation pro Jahr, nicht mit den 0,45%, die manche Hersteller angeben.
Bei gemeinschaftlichen Anlagen im MFH würde ich zusätzlich eine Reserve für Steuerungsverluste einrechnen – Smart-Meter-Kommunikation, Steuerungslogik läppert sich zusammen.