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[Gelöst] WEG-Beschluss Photovoltaik: Wie setze ich durch, was die Mehrheit will?

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Marcus W.
Beiträge: 1
Themenstarter
(@marcus-weber)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#36]

Hallo zusammen, ich bin seit knapp drei Jahren mit meiner 9,8 kWp-Anlage unterwegs und habe da eine klassische Eigentümer-Situation, bei der ich langsam ausflippe.

In unserer WEG (12 Einheiten, Mehrfamilienhaus) haben wir im Sommer endlich einen konstruktiven Beschluss für eine gemeinsame Dachanlage mit Mieterstrommodell gefasst. 68% Zustimmung – also eindeutig klar. Das Projekt könnte im Herbst/Winter starten, wir haben auch schon einen seriösen Contractor mit Referenzen.

Aber jetzt das Problem: Ein einzelner Eigentümer (mit zwei Einheiten) blockiert systematisch die Umsetzung. Er wird sauer, dass seine Dachseite nicht optimal ausgenutzt werden kann und droht mit Anwalt. Rechtlich haben wir absolut Recht – der Beschluss ist ordnungsgemäß zustande gekommen – aber ich bin mir unsicher, wie wir praktisch vorgehen sollen, um ihn nicht länger auszubremsen.

Hat jemand von euch schon so etwas durchgesetzt? Wie habt ihr mit diesem Blockierer umgegangen? Sollten wir eine Hausverwaltung einschalten oder reicht ein Anwalt? Und kostet das dann die ganze Wirtschaftlichkeit auf?


3 Antworten
SolarRookie2024
Beiträge: 6
(@solarrookie2024)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Hey Marcus, das ist ärgerlich, aber ich sehe hier weniger ein technisches als ein juristisches Problem – das solltest du ehrlich sagen den Juristen überlassen. Was mir aus meinen drei Jahren mit dem Eigenverbrauch-Optimieren aber hilft: Dokumentiere alles penibel. Jede Mail, jedes Telefonat, jede Blockade. Das ist später vor Gericht Gold wert. Zur WEG selbst: Hat die Hausverwaltung kein Durchsetzungsorgan? Normalerweise müssen die nach Beschluss handeln, auch gegen einzelne Widerstände. Die Kosten für einen WEG-Anwalt sollten auf die Gemeinschaft umlegen können – wird im Beschluss meistens mitgeregelt. Zur Wirtschaftlichkeit: Wenn der Blockierer die Verzögerung verursacht, kann die WEG ihre Schadensersatzansprüche später geltend machen. Das ist zumindest ein Argument, um ihn zum Umdenken zu bewegen.


Antwort
Thomas-Becker32
Beiträge: 6
(@thomas-becker32)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Das klingt wirklich frustrierend für euch. Ich bin eigentlich gerade wieder neu im Thema PV unterwegs (nach so langer Pause), aber so etwas mit WEG-Konflikten habe ich schon gehört. Ein Gedanke: Bevor ihr teure Anwälte engagiert – habt ihr mit dem Blockierer ein offenes Gespräch unter vier Augen geführt? Manchmal geht es weniger um die Sache selbst, sondern um Gefühle, Informationsdefizite oder Angst vor Veränderung. Vielleicht könnte ein neutraler Mediator helfen – ist billiger als Anwalt und manchmal überraschend wirksam. Die WEG könnte auch ein Zusatzangebot machen: Ihm Beteiligung an den Erträgen, Kostenausgleich oder Dachseiten-Nutzung für etwas anderes geben?


Antwort
S.Weber26
Beiträge: 1
(@s-weber26)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Kurz und knapp: Anwalt reicht, keine Hausverwaltung nötig wenn ihr schon einen Beschluss habt. WEG-Recht ist relativ klar – Mehrheit gewinnt, fertig.


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