Hallo zusammen,
wir haben vor drei Monaten unser Mieterstromproject in unserem 18-Parteien-Haus gestartet. Die PV-Anlage läuft super und die ersten warmen Tage haben gezeigt, dass wir richtig gute Erträge haben werden.
Aber jetzt haben wir ein Problem: Ein Teil der Mieter beschwert sich massiv über die Smart Meter. Die Hauptkritikpunkte sind:
- Datenschutz: "Die wissen jetzt genau, wann ich zuhause bin"
- Strahlung: "Das Ding funkt die ganze Zeit"
- Komplexität: "Früher war der Stromzähler einfach, jetzt versteh ich die Abrechnung nicht"
Ein paar Mieter drohen sogar mit dem Auszug, obwohl sie durch den Mieterstrom definitiv Geld sparen. Besonders ärgerlich ist, dass gerade jetzt im Sommer die Klimaanlagen laufen und sie richtig profitieren würden.
Wie habt ihr skeptische Mieter überzeugt? Welche Argumente ziehen wirklich? Gibt es vielleicht Infomaterial, das gut ankommt?
Danke für eure Tipps!
Thomas
Hi Thomas,
kenne das Problem! Bei uns gab's ähnliche Diskussionen. Was bei uns geholfen hat: Mieterversammlung mit nem Experten vom Messstellenbetreiber. Der hat erklärt, dass Smart Meter nur einmal täglich Daten übertragen, nicht dauerhaft. Und die Daten gehen nur an den Netzbetreiber, nicht an Google oder so.
Für die Strahlung: Die Dinger senden weniger als ein Handy. Hab ich damals in meinem ersten Thread hier auch nachgefragt.
Und das wichtigste Argument: Rechne ihnen konkret vor, was sie sparen. Bei den aktuellen Strompreisen und der Sommersonne können das locker 200-300€ pro Jahr sein.
Moin Thomas,
aus steuerlicher Sicht kann ich dir sagen: Die Smart Meter sind mittlerweile gesetzlich vorgeschrieben ab bestimmten Anlagengrößen. Das heißt, die Mieter hätten sie früher oder später sowieso bekommen.
Was die Abrechnung angeht: Erstell doch eine einfache Musterkalkulation. Zeig konkret: "Vorher 28 Cent/kWh, jetzt 22 Cent für Solarstrom". Zahlen verstehen die Leute meist besser als technische Erklärungen.
Und zum Datenschutz: Die DSGVO gilt auch für Messstellenbetreiber. Die dürfen die Daten nicht einfach verkaufen oder weitergeben. Das beruhigt viele.
Hey,
kann die Mieter verstehen ehrlich gesagt. Ich würd auch erstmal skeptisch sein.
Aber mal praktisch: Gerade jetzt wo alle ihre Klimaanlagen anwerfen ist doch der perfekte Zeitpunkt um zu zeigen wie viel sie sparen. Lass sie doch mal ihre letzte Sommerrechnung mit der aktuellen vergleichen.
Und wegen der Komplexität - vielleicht einfach mal ne kleine Info-Runde machen? Kaffee und Kuchen, bisschen erklären wie das funktioniert. Oft ist es nur Unwissen.