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12 Jahre Amortisation bei Mieterstrom - versteckte Kosten übersehen?

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SolarRudi68
Beiträge: 3
Themenstarter
(@solarrudi68)
New Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#1]

Hallo zusammen,

ich bin dabei, für unser 12-Parteien Mehrfamilienhaus eine Mieterstrommodell zu planen. Die erste grobe Wirtschaftlichkeitsberechnung zeigt 12 Jahre Amortisation, was mir noch ganz okay erscheint. Aber ich hab das Gefühl, dass ich wichtige versteckte Kosten übersehen habe.

Meine bisherige Kalkulation:
- 65 kWp Anlage für ca. 52.000€ (inkl. Installation)
- Jährlicher Ertrag: ca. 58.000 kWh
- Eigenverbrauch der Mieter: geschätzt 40%
- Rest geht ins Netz
- Mieterstromzuschlag und Einspeisevergütung berücksichtigt

Was mich unsicher macht: Welche laufenden Kosten kommen auf mich zu, die ich vielleicht noch nicht bedacht habe? Abrechnung mit den Mietern, Messstellenbetrieb, rechtliche Absicherung? Und wie ist das eigentlich im Sommer mit der Klimatisierung - verbrauchen die Mieter dann deutlich mehr Strom?

Ich bin da noch ziemlicher Neuling beim Mieterstrom und will keine bösen Überraschungen erleben. Hat jemand von euch schon Erfahrungen gemacht und kann mir sagen, womit ich noch rechnen muss?

Vielen Dank für eure Hilfe!
Rudi


3 Antworten
TechMike_8769
Beiträge: 2
(@techmike_8769)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Moin Rudi,

ja, da sind noch einige Kostenpunkte. Ich hab bei einem ähnlichen Projekt erlebt, dass die EEG-Umlage Problematik oft unterschätzt wird - auch wenn sich da 2026 schon viel getan hat.

Was mir bei deiner Rechnung auffällt: 40% Eigenverbrauch ist sehr optimistisch für ein normales Wohnhaus. Realistische Werte liegen eher bei 25-35%, je nach Nutzerverhalten. Im Sommer ist es besser wegen Klimaanlagen, aber im Winter fällt der Ertrag ja auch drastisch.

Und noch was: Die Digitalisierung der Energiewende bringt auch neue Anforderungen mit sich - Smart Meter und Co. kosten auch Geld.

Meine Empfehlung: Lass dir von einem spezialisierten Dienstleister ein detailliertes Angebot machen, auch für die laufenden Services.


Antwort
SolarTech38
Beiträge: 5
(@solartech38)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Hallo Rudi,

12 Jahre Amortisation ist schon realistisch, aber du hast Recht - da kommen noch einige Posten dazu. Aus meiner Erfahrung die wichtigsten versteckten Kosten:

- Messstellenbetrieb: ca. 100€ pro Messpunkt und Jahr (bei 12 Mietern also 1.200€)
- Abrechnungsservice: 15-25€ pro Mieter monatlich, außer du machst es selbst
- Versicherung speziell für Mieterstrom: ca. 500-800€/Jahr zusätzlich
- Wartung und Monitoring: 1-2% der Anlagensumme jährlich
- Rechtsberatung/Updates bei Gesetzesänderungen

Zum Sommer: Ja, der Verbrauch steigt durch Klimaanlagen deutlich - kann gut 30% mehr sein. Das ist aber eigentlich positiv für dein Modell, weil dann mehr Solarstrom direkt verbraucht wird.

Mein Tipp: Plane lieber 15-16 Jahre Amortisation, dann bist du auf der sicheren Seite.


Antwort
SolarPanel_49
Beiträge: 1
(@solarpanel_49)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Hi!

Wichtig ist auch die Kundenabwanderung. Nicht alle Mieter werden dauerhaft bei dir bleiben - manche ziehen weg, andere wechseln zum günstigeren Grundversorger. Rechne mal mit 10-15% Fluktuation pro Jahr.

Und: Hast du bedacht, dass du als Stromversorger registriert werden musst? Das bringt auch laufende Pflichten mit sich.


Antwort
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