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Ausrichtung südwestliche Dachfläche - Ertragseinbußen durch 45° Abweichung?

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Marcus-Klein
Beiträge: 2
Themenstarter
(@marcus-klein)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen
[#25]

Hi zusammen,

ich plane gerade meine erste PV-Anlage und hätte mal eine Frage zur Ausrichtung. Unser Dach zeigt leider nicht exakt nach Süden, sondern etwa 45° nach Südwest. Die Dachfläche ist ca. 60 qm groß und hat eine Neigung von ungefähr 35°.

Nach dem nicht so berauschenden Winter bin ich etwas unsicher geworden, ob sich das überhaupt lohnt. Die Energiekosten waren ja wieder ordentlich gestiegen und ich dachte mir, jetzt im Frühjahr wäre ein guter Zeitpunkt um mit der Planung zu starten.

Mein Installateur meint, dass die 45° Abweichung nach SW nicht so schlimm sind, aber ich hab gelesen dass jede Abweichung von der perfekten Südausrichtung Verluste bringt. Wie groß sind die denn realistisch? Reden wir hier von 5% oder eher 15-20%?

Und noch eine Frage: macht es Sinn, die Module dann eher in Ost-West aufzuteilen oder alles auf die SW-Fläche? Wir haben auch noch eine kleinere Ostfläche, aber die ist nur etwa 25 qm.

Würde mich über eure Erfahrungen freuen!

Gruß
Marcus


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3 Antworten
R.Weissmann
Beiträge: 2
(@r-weissmann)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Die Verluste bei 45° SW-Ausrichtung liegen tatsächlich nur bei 6-7% im Jahresschnitt. Das ist deutlich weniger problematisch als viele denken.

Ein wichtiger Aspekt: Mit SW-Ausrichtung hast Du den Vorteil, dass die Spitzenproduktion später am Tag liegt - das passt oft besser zum Eigenverbrauch, besonders wenn berufstätig.

Bei der Flächenaufteilung stimme ich Mike zu: Konzentriere Dich auf die große SW-Fläche. 25 qm Ost würden nur etwa 4 kWp zusätzlich bringen, aber deutlich mehr Verkabelungsaufwand und einen zweiten String oder sogar Wechselrichter bedeuten.

Die Investition rechnet sich auch bei SW-Ausrichtung sehr gut, zumal die Modulpreise aktuell sehr attraktiv sind.


Antwort
ThomasK4217
Beiträge: 5
(@thomask4217)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Hi Marcus,

bei der Dachausrichtung kann ich die anderen nur bestätigen - 45° SW ist absolut in Ordnung. Hab selbst eine ähnliche Ausrichtung und bin sehr zufrieden.

Ein Tipp noch: Lass Dir von deinem Installateur mal eine Ertragssimulation erstellen, da siehst du konkret was bei deiner Ausrichtung rauskommt. Tools wie PVGIS geben auch gute erste Anhaltspunkte.

Und zum Timing: Jetzt im Mai zu planen ist perfekt, dann kannst du im Sommer/Herbst installieren und ab nächstem Jahr voll profitieren. Hier hab ich neulich schon mal über die optimale Planungszeit geschrieben.

Viel Erfolg bei deinem Projekt!

Ich hab übrigens gute Erfahrungen gemacht mit einem Online-Vergleich für regionale Anbieter - hat mir echt geholfen, mehrere Angebote schnell zu bekommen und die Preise zu vergleichen. Spart viel Zeit beim Telefonieren und man bekommt einen guten Marktüberblick. Angebotsvergleich


Antwort
TechMike_8720
Beiträge: 7
(@techmike_8720)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Hallo Marcus,

45° nach Südwest ist wirklich nicht dramatisch. Du verlierst etwa 5-8% gegenüber der optimalen Südausrichtung, das ist verkraftbar. Bei 35° Dachneigung passt das sogar ganz gut zusammen.

Was die Ost-West-Aufteilung angeht: Ich würde eher alles auf die SW-Fläche packen. 60 qm sind ordentlich, da bekommst du locker 10-12 kWp drauf. Die kleine Ostfläche bringt dir verhältnismäßig wenig und macht die Installation komplizierter.

Hier hatte ich schon mal über Wintererträge geschrieben - auch bei SW-Ausrichtung ist das durchaus brauchbar.

Mach dir nicht zu viele Sorgen wegen der Ausrichtung, wichtiger ist eine saubere Planung der Gesamtanlage.

Gruß
Mike


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