Moin zusammen,
plane gerade die Kabelverlegung für eine neue 10 kWp Anlage und bin mir unsicher beim DC-Kabel zwischen Modulen und Wechselrichter. Der Wechselrichter soll in den Keller, die Module aufs Süddach - macht etwa 15m Kabelweg.
Nach 8 Jahren Erfahrung mit meiner ersten Anlage weiß ich, dass Verluste durch zu dünne Kabel ärgerlich sind. Damals hab ich 6mm² verwendet bei nur 8m Entfernung. Jetzt bei den 15m bin ich am überlegen ob 10mm² oder sogar 16mm² sinnvoller sind.
Der Elektriker meint 6mm² reichen, aber der will auch sparen. Bei den aktuellen Kupferpreisen ist der Unterschied schon spürbar, aber wenn ich dadurch langfristig Ertrag verliere...
Was sind eure Erfahrungen mit längeren DC-Kabelstrecken? Rechnet sich der höhere Querschnitt oder bin ich zu pingelig? Die Anlage soll Ende Juni installiert werden, da will ich die Bestellung bald raus haben.
Viele Grüße
Klaus
Hi Klaus,
bin zwar noch relativ neu hier und plane erst meine erste Anlage, aber hab mich die letzten Wochen intensiv mit dem Thema beschäftigt. Bei 15m Entfernung würde ich definitiv nicht bei 6mm² bleiben - das ist schon grenzwertig.
Hab mal mit nem Online-Rechner gespielt und bei 10 kWp und 15m kommst du mit 6mm² schon auf gut 1% Verlust, je nach Spannung sogar mehr. Bei 10mm² bist du deutlich unter 0,5%. Das sind bei deiner Anlagengröße schon ein paar hundert Euro übers Jahr gerechnet.
Klar, 10mm² DC-Kabel ist nicht gerade billig momentan, aber wenn die Anlage 20+ Jahre läuft rechnet sich das definitiv. 16mm² wäre wohl übertrieben, außer du planst später noch Erweiterung.
Dein Elektriker will wahrscheinlich einfach nur den Auftrag günstig kalkulieren. Würde an deiner Stelle bei 10mm² bleiben - lieber einmal richtig als später ärgern!
Grüße
Felix