Hallo zusammen,
nach 15 Jahren bin ich wieder in der PV-Welt unterwegs und möchte eine Anlage auf meinem Altbau-Dach installieren. Bevor ich konkrete Schritte unternehme, stellt sich mir eine grundlegende Frage: Muss ich die Dachstatik vor jeder Installation prüfen lassen oder nur in bestimmten Fällen?
Ich habe gelesen, dass sich hier einiges geändert hat. Damals war das eher Ermessenssache, aber mittlerweile scheint es strengere Vorgaben zu geben. Mein Dach ist ca. 35 Jahre alt, sieht aber noch okay aus. Ich plane eine Anlage mit etwa 8 kWp.
Wo genau liegt die Grenze zwischen "sollte man machen" und "ist verpflichtend"? Gibt es Unterschiede zwischen Neubau und Altbau? Und wie läuft so eine Prüfung ab – bekomme ich da von meinem Dachdecker schon erste Einschätzungen oder muss es direkt ein Statiker sein?
Freue mich auf eure Erfahrungen!
Hi TechMike_7937,
gute Frage, die ich in meiner Praxis ständig habe. Die kurze Antwort: Bei Altbauten ist eine Statik-Überprüfung heute quasi Standard. Rechtlich ist es so, dass der Installateur (oder die Firma) verantwortlich ist, dass die Last sicher aufgenommen wird.
Bei 8 kWp sprechen wir von ca. 400–500 kg auf deinem Dach plus Windlast. Bei einem 35 Jahre alten Dach würde ich das nicht einfach ignorieren. Meist reicht eine Übersichtsprüfung durch einen Statiker (kostet 300–600 €), nicht gleich ein aufwendiges Vollgutachten.
Was ich empfehle: Lass einen erfahrenen Installateur erst mal die Dachhaut und Sparren anschauen. Wenn der sagt "sieht solide aus", dann zum Statiker. Mein Standard ist: Altbau + über 5 kWp = Statik-Check, mindestens. Manche Bundesländer haben dazu auch unterschiedliche Vorgaben – bei dir welches?
8 kWp auf Altbau – ja, Statik-Check ist sinnvoll, würde ich empfehlen. Bei meiner Anlage (12 kWp) haben wir das damals auch gemacht, obwohl es schon etwas gekostet hat. Aber besser vorher investiert als nachher böse Überraschungen.