Hallo zusammen, ich bin neu hier und versuche gerade, meine Planung für eine PV-Anlage auf meinem Altbau zu strukturieren. Es geht um ca. 8 kWp, Süddach, relativ gute Ausrichtung.
Meine Hauptfrage: Lohnt sich ein Stromspeicher wirtschaftlich? Ich habe gelesen, dass die EEG-Vergütung 2024 gesunken ist und die Eigenverbrauchsquote entscheidend wird. Bei 8 kWp im Altbau – wie viel Eigenverbrauch kann ich realistisch ohne Speicher erreichen? Meine Familie besteht aus 3 Personen, wir sind tagsüber nicht immer alle zuhause.
Zweitens: Was muss ich beim Altbau speziell beachten? Ich hab gelesen, was von Statik und älteren Stromleitungen – worauf sollte ich noch achten? Gibt es typische Fallstricke bei Altbauten, die ich in der Planung berücksichtigen muss?
Wäre super, wenn jemand aus Erfahrung berichten könnte. Danke schonmal!
Moment – beim Speicher solltest Du vorsichtig sein mit pauschalen Empfehlungen. 8 kWp + 6 kWh Speicher klingt für viele attraktiv, aber die Amortisation hängt sehr stark davon ab, wie Dein reales Lastprofil aussieht. Hast Du Homeoffice? Heizt Du elektrisch? Das macht den Unterschied.
Mein Rat: Mach vor der Speicherentscheidung eine konkrete Tagesanalyse – wieviel Strom verbrauchst Du wirklich tagsüber, wieviel abends? Dann erst den Speicher dimensionieren. Viele nehmen ein Standardpaket und zahlen für Kapazität, die sie nie nutzen. Die EEG-Vergütung ist gering, ja, aber zum reinen Netzeinspeisen sollte man nicht automatisch raten.
Hallo Lukas, gerne teile ich meine Erfahrungen – bei meiner 12-kWp-Anlage seit 2019 war ein Speicher damals noch deutlich teurer. Heute würde ich sagen: Ohne Speicher bei Deiner Haushaltsgröße rechnet sich's schwer. Die Eigenverbrauchsquote ohne Speicher liegt eher bei 25–35 %, mit Speicher (ca. 5–8 kWh) brauchst Du mit 50–60 % rechnen.
Zum Altbau: Lass unbedingt die Dachstatik vor der Planung prüfen – ist kostengünstig und erspart später teure Überraschungen. Wichtig auch: die Leitungsführung im Haus. Viele Altbauten haben beengte Kabelkanäle, das kann teuer werden. Ich würde die Elektrik von einem Fachmann bewerten lassen, bevor Du konkret disponierst.
Mit den aktuellen KfW-Programmen und der Speicherförderung sieht die Wirtschaftlichkeit aber deutlich besser aus als bei mir 2019. Wie sieht Dein Stromverbrauch aus? Das ist die entscheidende Basis.