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Speichergröße berechnen - wie Verbrauchsmuster richtig erfassen?

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Dirk L.
Beiträge: 0
Themenstarter
(@d-lembke)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen
[#62]

Moin zusammen,

ich bin gerade dabei, meine neue PV-Anlage mit passendem Speicher zu dimensionieren und stoße dabei auf ein Problem: Wie ermittle ich meinen tatsächlichen Eigenverbrauchsmuster verlässlich?

Ich habe zwar meine Stromrechnungen der letzten Jahre, aber die sagen mir ja nur den Gesamtverbrauch – nicht, wann ich diesen Strom tatsächlich brauche. Tagsüber bin ich oft im Büro, im Herbst und Winter deutlich öfter zu Hause. Meine bisherigen Überlegungen:

1. Einfach von meinem Jahresverbrauch ausgehen und mit Speichern experimentieren?
2. Einen Smart-Meter-Datenlog machen – aber wie lange muss der laufen, um repräsentativ zu sein?
3. Verschiedene Wechselrichter-Hersteller bieten Planungstools an. Taugt das was, oder sollte ich da lieber meinen Dienstleister fragen?

Mein Fokus liegt später auf maximaler Eigenverbrauchsoptimierung, nicht auf Netzeinspeisung. Mich interessiert dabei auch, wie die Wechselrichter-Regelbarkeit das ganze beeinflusst.

Hat jemand einen praktischen Ansatz, wie man Speichergröße ohne Raterei bestimmt?


2 Antworten
Stefan H.
Beiträge: 1
(@s-hoffmann)
New Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Hi Dirk,

aus meinen 8 Jahren PV-Erfahrung würde ich sagen: Fang mit einer Woche normaler Tagesabläufe an – und zwar jetzt im Herbst, nicht im Sommer. Das Herbst-Muster ist aussagekräftiger.

Du brauchst aber auch einen realistischen Blick auf die Jahreszyklen. Ich hab das vor Jahren mal versucht, einfach mit meinen Sommerverbrauchszahlen zu rechnen – Fehler! Im Thread zur Sommer-/Winter-Planung habe ich meine Erfahrungen mal dokumentiert.

Faustregel: Speichergröße = 30% des durchschnittlichen *täglichen* Eigenverbrauchs, nicht des Jahresverbrauchs. Bei den meisten Haushalten sind das 5–10 kWh.

Ste


Antwort
Werner-Schmidt
Beiträge: 8
(@werner-schmidt)
Active Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Guten Tag Dirk,

das ist tatsächlich eine der kritischsten Planungsfragen. Aus meiner Erfahrung mit der Optimierung verschiedener Wechselrichter-Konfigurationen würde ich folgendes empfehlen:

Zunächst sollten Sie mindestens zwei Wochen täglicher Verbrauchsdaten sammeln – einmal im Sommer (wenn Sie weniger zu Hause sind) und einmal im Winter (maximum Verbrauch). Ein Smart Meter allein reicht oft nicht; besser ist eine 15-Minuten-Auflösung über ein Energiemanagementsystem.

Was die Speichergröße betrifft: Nicht vom Jahresverbrauch ausgehen! Rechnen Sie stattdessen mit Ihrem durchschnittlichen *täglichen* Eigenverbrauch in der Übergangszeit (Herbst/Frühling). Das ist oft die kritischste Phase. Im Sommer können Sie meist ohne Speicher auskommen, im Winter wird selbst ein großer Speicher schnell zur Nebenrolle.

Die Wechselrichter-Regelbarkeit ist tatsächlich entscheidend. Moderne Geräte mit Frequenzdroop und Batterie-Management ermöglichen deutlich bessere Wirtschaftlichkeit als einfache Speicher-Kombos. Welcher WR-Typ kommt denn bei Ihnen in Frage?

Grüße,
Werner


Antwort
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