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Winterertrag ernüchternd - welche Planungsfehler sollte ich vermeiden?

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ThomasK7444
Beiträge: 4
Themenstarter
(@thomask7444)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen
[#20]

Hallo zusammen,

nach dem ersten Winter mit meiner PV-Anlage bin ich ehrlich gesagt ziemlich ernüchtert. Von Oktober bis März hab ich gerade mal 1.800 kWh erzeugt, obwohl der Installateur mir deutlich mehr versprochen hatte. Jetzt wo endlich wieder die Sonne scheint und ich über eine Erweiterung nachdenke, frage ich mich: welche typischen Planungsfehler führen zu so schlechten Wintererträgen?

Meine Anlage: 9,2 kWp, Südausrichtung 35°, keine Verschattung soweit ich das beurteilen kann. Module sind JA Solar, Wechselrichter von SMA. Die Sommermonate laufen super, aber sobald es in den Herbst geht, bricht der Ertrag völlig ein.

Was sind eurer Erfahrung nach die häufigsten Fehler bei der Planung, die sich besonders im Winter rächen? Modulwahl? Wechselrichter-Dimensionierung? String-Aufteilung? Ich will bei einer möglichen Erweiterung nicht wieder in dieselbe Falle tappen.

Bin für alle Tipps dankbar!

Gruß
Thomas


3 Antworten
Kritiker_77
Beiträge: 7
(@kritiker_77)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Sorry, aber ich muss hier mal kritisch nachfragen: 1.800 kWh im Winter bei 9,2 kWp ist zwar nicht berauschend, aber auch nicht völlig unrealistisch je nach Standort. In meiner Winterbilanz hatte ich bei 12 kWp auch nur 2.400 kWh.

Bevor du jetzt an der Anlage rumschraubst: hast du mal die Wetterdaten für deinen Winter gecheckt? 2025/26 war vielerorts extrem trüb. Vielleicht ist deine Anlage ja völlig ok und du hattest einfach Pech mit dem Wetter.

Erweiterung macht nur Sinn, wenn du wirklich mehr Strom brauchst. Nicht als Therapie für schlechte Winterwerte.


Antwort
M.Hartmann
Beiträge: 5
(@m-hartmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Hallo Thomas,

1.800 kWh im Winterhalbjahr bei 9,2 kWp klingt tatsächlich etwas niedrig. Hier ein paar typische Planungsfehler, die den Winterertrag stark beeinträchtigen können:

**Modulauswahl:** Viele Module haben bei niedrigen Temperaturen zwar eine bessere Leistung, aber bei schwachem Licht im Winter ist der Schwachlichtkoeffizient entscheidend. Günstige Module performen hier oft deutlich schlechter.

**String-Dimensionierung:** Zu lange Strings bedeuten höhere Anlaufspannungen. Im Winter bei wenig Licht springt der Wechselrichter später an oder läuft gar nicht erst. Kürze Strings wären hier oft besser.

**Wechselrichter-Überdimensionierung:** Paradoxerweise kann ein zu großer WR im Winter problematisch sein, da er bei geringer Leistung ineffizienter arbeitet.

In meinem damaligen Thread zur ersten Planung hatte ich ähnliche Überlegungen. Lass mal deine String-Konfiguration prüfen - das ist oft der Knackpunkt.

Viele Grüße
M. Hartmann

Übrigens, falls du noch keine Versicherung für deine Anlage hast - ich hab da gute Erfahrungen mit einem Vergleichsportal gemacht. Gerade bei schlechteren Erträgen ist man froh wenn wenigstens die Anlage gut abgesichert ist. Photovoltaikversicherungsvergleich


Antwort
H.Weber55
Beiträge: 3
(@h-weber55)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Moin Thomas,

kann dem Martin nur zustimmen. Bei mir war's auch das String-Problem. Hatte ursprünglich 2 Strings á 16 Module - im Winter lief da praktisch nix. Nach Umkonfiguration auf 4 Strings á 8 Module war's deutlich besser.

Noch ein Punkt: Mikroverschattungen werden oft übersehen. Schornsteine, Satellitenschüsseln, sogar Schneefanggitter können im Winter bei tiefstehender Sonne massive Probleme machen. Die sieht man im Sommer nicht, aber im Winter killen sie den Ertrag.

Und: Modulreinigung vor dem Winter! Staub und Laub sammeln sich über den Sommer an, bei flachem Sonnenstand wirkt sich das viel stärker aus.

1.800 kWh ist definitiv zu wenig bei deiner Größe.


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