Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, mein erstes Balkonkraftwerk zu planen und bin bei der Wechselrichter-Auswahl ziemlich überfordert. Es gibt ja unfassbar viele Modelle und die Preisunterschiede sind erheblich. Meine grundsätzliche Frage: Worauf muss ich wirklich achten und wo kann ich sparen?
Ich möchte zwei 400W-Module auf meinen Südbalkon stellen (August ist ja perfekt zum Testen). Meine Wohnung ist zur Miete, daher möchte ich flexibel bleiben. Sollte ich einen 600W oder 800W Wechselrichter nehmen? Und sind Micro-Wechselrichter wirklich so viel besser als ein zentraler Geräterichtrichter?
Auch interessiert mich: Brauche ich unbedingt ein Display und WiFi-Funktion oder ist das eher nice-to-have? Mein Budget ist begrenzt, daher möchte ich keine unnötigen Features bezahlen.
Freue mich auf eure Tipps!
Hi SolarNeuling2943, das ist eine gute Ausgangsfrage. Zur Wechselrichter-Dimension: Bei 800W Modulgröße würde ich einen 600W-Wechselrichter nehmen. Die Module liefern ja nicht immer Vollast, und der Wechselrichter wird dann optimal genutzt – das ist effizienter als Oversizing.
Zu deiner Frage Micro vs. zentral: Das hängt von deiner Konstellation ab. Wenn du später Module einzeln verschatten könntest, machen Mikrowechselrichter pro Modul Sinn. Bei freier Südausrichtung reicht ein zentrales Gerät völlig aus.
Display und WiFi – ehrlich gesagt nicht notwendig am Anfang. Die Kosten sparen, später kannst du immer noch über einen günstigen Smart-Meter nachmessen. Gutes Gesamtpaket ist wichtiger als viele Features.
Moment – bevor du kaufst, würde ich kritisch hinterfragen, ob du wirklich einen teureren Wechselrichter mit viel Ausstattung brauchst. Die Hersteller verkaufen da oft Features, die dir im alltäglichen Betrieb nichts bringen. Gönn dir das günstige Gerät, das die Basics kann. Das Geld sparst du dir sonst bei der Amortisation wieder.
Ich habe die gleiche Überlegung gerade bei mir durchgespielt (siehe mein Thread zu Hybrid-Wechselrichtern). Mein Tipp: Schau dir die Effizienz-Kurven an, nicht nur die Peak-Werte! Bei kleineren Balkonkraftwerken ist der Wirkungsgrad im unteren Lastbereich entscheidend, weil deine Module ja nicht dauerhaft 800W liefern.