Hallo zusammen,
ích plane aktuell eine 6-kWp-Dachanlage mit Speicher (ca. 10 kWh) und sitze gerade vor der Finanzierungsfrage. Die Gesamtkosten liegen bei etwa 16.000 Euro netto. Ich habe das Eigenkapital, könnte aber auch einen KfW-Darlehen (ca. 3,5% p.a., 20 Jahre) aufnehmen.
Meine Frage: Wie stelle ich die beiden Szenarien wirtschaftlich gegenüber? Es geht mir nicht nur um die reinen Zinsen, sondern um die Gesamtkalkulation – also Eigenverbrauchsquote, degressive Ertragsentwicklung, Speicheralterung und natürlich die Steueraspekte bei Darlehensfinanzierung.
Ich teste ja gerade verschiedene Balkonkraftwerk-Setups und möchte wissen: Nutzen mir bei der kleineren Dachanlage die typischen Fördermodelle wirklich, oder reduzieren sie die Rendite nur durch Administrative Komplexität? Welche realen Szenarien habt ihr selbst durchgerechnet?
Danke für eure Erfahrungen!
Moin Markus, da greife ich gerne auf meine Erfahrung zurück – ich hatte mich ja in meinem Speicher-Thread intensiv damit auseinandergesetzt.
Für deine 6-kWp-Konstellation würde ich folgendes rechnen: Selbst bei 3,5% Zinsen sparst du durch Kapitalkosten etwa 300-400 Euro pro Jahr, aber gleichzeitig bindest du Eigenkapital, das anderswo (auch konservativ: 2-3% Tagesgeld) arbeitet. Das hebt sich auf. Der echte Vorteil der Finanzierung liegt bei dir in der Liquidität – falls du größere Reparaturen oder eine E-Auto-Wallbox brauchst, hast du das Geld noch.
Was ich kritisch sehe: Die 10-kWh-Speicher-Kombination amortisiert sich bei 6 kWp deutlich langsamer als ohne. Hast du schon konkrete Eigenverbrauchsdaten aus deinen Balkonkraftwerk-Tests? Das ist die echte Variable hier.
Ich glaub, die 6er mit Speicher ist für Barkauf einfach zu teuer – nimm den Kredit und sleep besser nachts. Moderne Anlagen sind zuverlässig genug. Hol dir KfW, punkt.