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Mieterstrommodell: Wann amortisiert sich das für Vermieter wirklich?

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Marcus-Klein
Beiträge: 4
Themenstarter
(@marcus-klein)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#43]

Hallo zusammen,

als Projektleiter beschäftige ich mich gerade mit einer interessanten Anfrage: Ein Bekannter möchte sein kleines Mehrfamilienhaus (4 Wohnungen) mit einer PV-Anlage ausstatten und den Strom über ein Mieterstrommodell an die Bewohner verkaufen. Auf den ersten Blick klingt das attraktiv, aber ich habe da einige offene Fragen.

Spezifisch geht es mir um die wirtschaftliche Realität:
- Wie viel Overhead entsteht durch die Abwicklung, Verträge mit einzelnen Mietern, Abrechnungen?
- Gibt es belastbare Zahlen zum durchschnittlichen Eigenverbrauchsanteil beim Mieterstrommodell?
- Wie sieht es mit den Fördermöglichkeiten aus – reduzieren die einen Großteil der Initialkosten?
- Bei welcher Anlagengröße rechnet sich das Modell überhaupt gegenüber klassischer Volleinspeisung?

Ich interessiere mich besonders für realistische Erfahrungen von Vermieter, die das schon durchgerechnet oder umgesetzt haben. Marketingmaterial hilft hier nicht weiter – ich brauche ehrliche Zahlen zur Rentabilität.

Danke für eure Einschätzung!


2 Antworten
SolarSaver34
Beiträge: 1
(@solarsaver34)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ich würde da eher vorsichtig sein. Das KfW-Programm für Mieterstromanlagen klingt attraktiv auf dem Papier, aber die echte Rendite ist zäh. Dein Break-Even liegt realistische im Bereich 12-15 Jahren, ähnlich wie ich das bei Stromspeicher nachrüsten 2026 durchkalkuliert habe. Die Mieter erwarten zudem günstiger Strom als aus dem Netz – sonst machen sie nicht mit. Druck nach unten also konstant. Frag auch, wer bei Ausfällen / Wartung haftet: Meist der Vermieter. Meine Einschätzung: klassische Volleinspeisung mit stabiler Einspeisevergütung ist weniger Kopfzerbrechen.


Antwort
Marcus K.
Beiträge: 2
(@marcus_87)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Marcus, gute Frage. Ich habe mich damit beim Thema Rote Flaggen bei PV-Anbietern auch auseinandergesetzt. Kurz gesagt: Der administrative Aufwand ist oft unterschätzt. Verträge, Abschlagszahlungen, jährliche Abrechnungen, Mieterwechsel – das bindet Zeit.

Bei 4 Wohnungen ist das System dünn. Die KfW-Förderung hilft zwar (bei Anlagen bis 30 kWp), aber der Eigenverbrauchsvorteil ist kleiner als gedacht. Realistische Quote: 40-55% statt 70%+ bei Eigenheim mit Speicher. Volleinspeisung mit besserem Stromverkaufsvertrag rechnet sich oft schneller. Empfehlung: einen Dienstleister einschalten, der das komplette Mieterstrommodell managt – kostet aber auch wieder.


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