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[Gelöst] Mieterstrom als Mieter selbst organisieren - wer trägt das Risiko?

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SolarRentner67
Beiträge: 7
Themenstarter
(@solarrentner67)
Active Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten
[#46]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich jetzt schon länger mit PV und verstehe mittlerweile die technischen Grundlagen ganz gut - Wechselrichter, Module, die verschiedenen Systemarchtekturen. Aber bei einem Thema bin ich noch unsicher und würde gerne eure Erfahrung hören.

Es gibt ja dieses Mieterstrommodell, bei dem der Vermieter eine Anlage auf dem Dach installiert und die Mieter den Strom bekommen. Aber mich interessiert die andere Richtung: Was ist, wenn wir Mieter selbst aktiv werden? Ich meine nicht die Balkonanlage (das ist klar), sondern: Könnte ich als Mietergruppe selbst mit dem Vermieter einen Deal machen? Wir finanzieren gemeinsam eine Dachanlage, der Vermieter stellt die Fläche zur Verfügung, wir bekommen günstigeren Strom. Wie ist das wirtschaftlich zu bewerten?

Wo liegen die versteckten Kosten und Risiken, die man als Laie übersieht? Und lohnt sich das überhaupt, wenn die Einspeisevergütung derzeit so niedrig ist? Im Sommer wie jetzt ist der Ertrag hoch, aber wie sieht es wirtschaftlich aus, wenn man die ganze Jahresbilanz rechnet?

Freue mich auf euer Feedback!


2 Antworten
SkeptikerPV47
Beiträge: 9
(@skeptikerpv47)
Active Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Das klingt nach einer interessanten Idee, aber ehrlich gesagt: Das Risiko, das du da auf dich nimmst, ist deutlich größer als der Ertrag. Wenn der Vermieter später verkauft oder die Anlage abbauen will - wer haftet? Wer trägt Versicherung, Wartung, Garantiefälle?

Ich habe mir in einem anderen Projekt schon Wechselrichter für mobile Systeme angesehen (siehe mein Thread zum 12V-Wechselrichter) - bei technischen Systemen unterschätzt man immer die Wartungsfalle. Bei einer gemeinsamen Dachanlage auf Mietbasis ist das noch kritischer. Macht lieber eine Balkonanlage oder wartet, bis es klare rechtliche Standards gibt.


Antwort
SolarPanel_49
Beiträge: 4
(@solarpanel_49)
New Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Interessante Frage! Ich war ja vor 10 Jahren schon im Forum aktiv und bin gerade wieder eingestiegen - die Modulentwicklung hat sich ja extrem verändert seit damals. Das Mieterstrom-Thema hat sich aber auch weiterentwickelt.

Zum wirtschaftlichen Modell: Der Knackpunkt ist die Refinanzierungsstruktur. Wenn mehrere Mieter zusammen finanzieren, wird die Rechnung schnell komplex - wer zahlt welchen Anteil, wie wird das vertraglich geregelt? Und bei Umzügen: Erben die neuen Mieter automatisch den Verpflichtungen? Das ist ein Rechtschaos.

Sommer wie jetzt sieht es natürlich gut aus, aber über das ganze Jahr: Eine gut geplante kleine Anlage amortisiert sich heute in etwa 10-12 Jahren bei Eigenverbrauchsquoten um 60-70%. Bei einem gemeinschaftlichen Modell zahlst du aber zusätzliche "Verwaltungsgebühren" für die Komplexität ein. Meine ehrliche Meinung: Zu riskant für Mieter. Besser beim Vermieter ansprechen, dass ER das professionell macht.


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