Hallo zusammen,
ih bin Rentner und beschäftige mich schon länger mit dem Thema Photovoltaik. Nach vielen Gesprächen mit Bekannten stelle ich mir jetzt die grundsätzliche Frage: Sollte ich meine geplante 8-kWp-Anlage komplett aus dem ersparten Eigenkapital finanzieren oder doch ein Darlehen aufnehmen?
Einerseits habe ich die Mittel für einen Barkauf, andererseits lese ich immer wieder, dass die Rendite durch Fremdfinanzierung höher ausfallen kann – trotz Zinsen. Mein Gedanke ist: Wenn die Anlage 4–5 % Rendite erwirtschaftet und der Darlehenszins deutlich darunter liegt, könnte das rechnerisch sinnvoller sein.
Aber es geht mir nicht nur um die blanken Zahlen. Als Rentner möchte ich auch das Risiko und die psychologische Komponente berücksichtigen. Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Gibt es Faktoren, die ich bei meiner Überlegung übersehen könnte? Ich würde gerne verstehen, wie andere das durchgerechnet haben – gerne mit konkreten Beispielzahlen.
Kurz gesagt: Bei aktuelln Zinsen eher Kredit, wenn du solide verdienst oder gute Rücklagen hast. Musst aber auch Kommunalsteuern, Versicherung und alle Nebenkosten in deine Rechnung packen, nicht nur den Ertrag. Viele vergessen das.
Gute Frage, HelmutKrause. Ich habe das ähnlich durchgerechnet bei meiner 12-kWp-Anlage: Mit meinem Kreditraten von damals 1,8 % und erwarteter Rendite von 5–6 % war die Fremdfinanzierung klar die bessere Wahl. Wichtig ist, dass man die Darlehensrate gegen die Ertragsprognose rechnet – über den kompletten Kreditlaufzeitraum. Bei 8 kWp und guter Ausrichtung solltest du mit 900–1.100 Euro Jahresertrag rechnen. Wenn deine monatliche Rate darunter liegt, trägt die Anlage selbst einen Teil ihrer Kosten. Psychologisch würde ich sagen: Ein KfW-Darlehen mit Grundförderung ist sehr sicher, du sparst auch 5 % Nebenkosten durch die Standardisierung. Besser schlafen mit klarem Tilgungsplan als Vermögen zu binden, finde ich.