Hallo zusammen,
ice mit meiner 12er-Anlage seit 8 Jahren dabei und sehe immer mehr Leute, die sich schon beim Neubau für einen Speicher entscheiden. Mich interessiert ehrlich gesagt: Macht das wirtschaftlich Sinn oder ist das aktuell noch eine teure Lösung auf Hoffnung?
Ich hab da zwei Perspektiven:
1. Speicher sofort einplanen (sagen wir 10 kWh Lithium, ca. 8-10k€): Man hat die Logistik über, Installationskosten sind spreizter, und man nutzt vom ersten Tag die Speicherung. Aber man zahlt aktuell noch hohe Batteriepreise.
2. Anlage erst ohne, Speicher in 5 Jahren: Die Preise fallen weiter, man sieht real, wie sein Eigenverbrauch aussieht. Nachträglicher Einbau kostet dann aber mehr wegen separatem Installateur und Umbau der Elektrik.
Wie seht ihr das? Habt ihr konkrete Zahlen, mit welcher Einspeisevergütung + Strompreis der Break-Even kippt? Mich interessiert besonders: Lohnt sich der Speicher überhaupt noch, wenn die EEG-Vergütung weiter sinkt?
Bin auf eure Erfahrungen gespannt!
Stefan, du sprichst da den Knackpunkt an. Aus meiner Sicht lohnt sich ein Speicher beim Neubau derzeit nur, wenn du sehr hohen Eigenverbrauch hast – also nicht nur tagsüber Geräte laufen, sondern auch morgens und abends viel Strom brauchst. Wenn du hingegen nur mittags kurz daheim bist und der Rest nachts über den Netzstrom kommt, zahlt sich die 10k€ einfach nicht aus, bevor die Batterie degradiert.
Meine Rechnung: Mit heutigen Strompreisen und sinkender Einspeisevergütung rechnet sich ein Speicher oft erst nach 12-15 Jahren. Das ist wirtschaftlich grenzwertig. Besser: Erst ohne planen, real tracken, und dann in 3-4 Jahren – wenn die Preise fallen – nachrüsten. Dann siehst du genau, ob es sich für dein Verbrauchsprofil lohnt. Das Installationsrisiko ist dann kalkulierbar.
Da muss ich ehrlich sagen: Die Sache mit den sinkenden Speicherpreisen ist überbewertet. Klar, die Li-Ionen-Zellen werden billiger, aber die komplette Batterie mit BMS, Inverter-Integration und Installationslogistik fällt nicht proportional. Was mir aufgefallen ist – wenn man nachträglich einbaut, muss oft die ganze Elektrik neu geschossen werden. Das ist dann tatsächlich teurer als gleich mit einplanen. Interessant wäre ja: Wie viel kosten die reinen Material-Mehrkosten beim Neubau gegenüber dem Nachrüsten? Dann kann man das verglichen.