Hallo zusammen,
ich beschäftige mich gerade mit den wirtschaftlichen Grundlagen eines Mieterstromprojekts und bin auf einige unbequeme Fragen gestoßen, die ich in der üblichen Planung-Euphorie nicht sehe.
Viele Anbieter rechnen mir vor, dass sich ein 10-15kW WR + Steuerung in 5-7 Jahren amortisiert. Aber wenn ich ehrlich nachrechne, fallen da Wartung, ggf. Austausch nach 10-15 Jahren, Netzanbindungskosten und die ganzen administrativen Lasten weg.
Meine konkrete Frage: Wer von euch betreibt bereits ein Mieterstrom-Setup und kann mir sagen, wie die echten Zahlen aussehen? Nicht aus dem Datenblatt, sondern real?
Und noch wichtiger: Macht es einen Unterschied, ob ich einen String-WR oder dezentrale Module mit Optimierern nutze? Die Hersteller versprechen da ja unterschiedliche Überwachungsmöglichkeiten, aber wie stark wirkt sich das auf die tatsächliche Rendite aus?
Ich will da mit offenen Augen reingehen und nicht in die typischen Anfängerfallen tappen.
Danke für ehrliche Erfahrungen!
Interessant, dass du das jetzt anschneidest. Ich planen ja gerade meine Inselanlage für's Wochenendhaus und habe mich vorher mit Mieterstrom-Regelungen befasst – dieser Thread hier war da hilfreich.
Bei Mieterstrom würde ich zusätzlich auf die CO2-Bilanz und Nachhaltigkeitsaspekte achten. Eine dezentrale Versorgung mit kleineren, wartungsfreundlicheren Komponenten könnte langfristig ökologischer sein als ein großer zentraler WR, auch wenn die Amortisationszeit länger wird.