Hallo zusammen,
ich bin nach einigen Jahren zurück hier im Forum und habe gesehen, dass die Mieterstrom-Umlage abgeschafft wurde. Das freut mich ehrlich gesagt, weil ich mich jetzt intensiver mit Mini-Solaranlagen auseinandersetzen möchte.
Meine Frage: Ändert sich durch die Abschaffung der Umlage etwas grundlegendes für Mieter, die eine kleine Balkonanlage betreiben wollen? Ich dachte immer, dass die Umlage einer der Knackpunkte war – aber jetzt, wo sie weg ist, wird die Sache ja theoretisch attraktiver.
Aber: Macht es für Mieter wirtschaftlich mehr Sinn, wenn sie Volleinspeisung machen statt Eigenverbrauch? Und wie sieht es mit Mini-Speichern aus – lohnt sich das ohne Umlage-Druck noch?
Die Technik hat sich ja seit meinem letzten Besuch hier deutlich weiterentwickelt, darum frage ich lieber nach, statt falsch zu kalkulieren.
Danke für eure Gedanken!
Hey ThomasK, cool dass du wieder aktiv wirst! Ich bin selbst gerade im Planning-Stadium für meine erste Anlage, daher kann ich nur eingeschränkt antworten – aber die Frage nach Speichern interessiert mich auch total.
Ich hab da gelesen, dass für kleinere Systeme die Speicher-Amortisation wirklich kritisch ist. Bei meinem geplanten 6-kWp-Setup mit Speicher musste ich da auch hart rechnen, siehe meinen früheren Thread zu der Thematik ( https://forum.pv-anlagen24.com/allgemeines/einstieg/allgemeines/wie-viel-speicher-fuer-6-kwp-anlage-sinnvoll-bei-3500-kwh-verbrauch-1779696129/).
Für eine Balkonanlage würde ich eher klein anfangen und schauen, wie die Ergebnisse sind, bevor man nen Speicher addiert. Vielleicht hat Andreas-Mueller da noch nen besseren Blick drauf?
Gute Frage, ThomasK. Die Abschaffung der Umlage ändert tatsächlich einiges – allerdings eher im großen Maßstab als für deine Balkonanlage.
Für Mieter mit Mini-PV: Die Rentabilität hängt immer noch stark vom Eigenverbrauch ab. Volleinspeisung bringt dir aktuell etwa 8–10 ct/kWh, während Eigenverbrauch dich um 25–30 ct/kWh Netzstrom spart – das ist immer noch der bessere Deal. Ein Mini-Speicher für ne kleine Balkonanlage? Da würde ich eher skeptisch sein, die Amortisation ist bei der Größenordnung schwierig.
Die Umlage-Abschaffung hilft eher denjenigen, die größere Mieterstromprojekte im Mehrfamilienhaus planen. Für deine Balkon-Lösung ist der wirtschaftliche Vorteil eher marginal. Fokussier dich auf gute Eigenverbrauchsoptimierung, dann machts Sinn.
Wie sieht denn dein Verbrauchsprofil aus? Homeoffice oder eher klassisch?