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Mieterstrom Modell 2026: Lohnt sich der Einstieg noch?

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SmartSolar48
Beiträge: 2
Themenstarter
(@smartsolar48)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#53]

Hallo zusammen,

ich betreibe ja seit 12 Jahren meine eigene 8,5er Anlage und habe mir über die Jahre ein Smart-Home-Setup mit intelligenter Verbrauchssteuerung aufgebaut. Das funktioniert bei mir privat sehr gut – ich kann meinen Eigenverbrauch optimieren und mit dem Speicher gut arbeiten.

Nun überlege ich, ob es Sinn macht, in ein Mieterstrom-Modell einzusteigen. Nicht selbst als Anlagenbetreiber, sondern eher als Investor/Partner in einem Mehrfamilienhaus-Projekt. Allerdings bin ich verunsichert:

1. Die Mieterstrom-Umlage ist ja weggefallen – wie wirkt sich das auf die Wirtschaftlichkeit aus? Ist das Modell noch attraktiv?

2. Wie sieht die Realität 2026 aus? Gibt es neue rechtliche Anforderungen bei der Gemeinschaftlichen Versorgung, die ich vorher checken sollte?

3. Welche Erfahrungen habt ihr gemacht – amortisiert sich sowas überhaupt noch in angemessener Zeit?

Ich suche hier wirklich ehrliche Einschätzungen, nicht die rosigen Versprechen von Anlagenanbietern. Was sind eure Erfahrungswerte? Worauf sollte ich bei der Planung dringend achten?

Danke schonmal!


2 Antworten
R.Weissmann
Beiträge: 3
(@r-weissmann)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Das ist eine berechtigte Frage. Ich habe mir auch die aktuellen Zahlen angeschaut und ehrlich gesagt: ohne Umlage wird es knifflig. Die Kalkulation muss deutlich präziser sein als früher.

Kritische Punkte, die ich sehe:
- Vergütung für Mieter meist 10-12 ct/kWh – muss sich gegen Netzstrompreis rechnen
- Administrationsaufwand wird oft unterschätzt (Abrechnung, Zählerverwaltung, Support)
- Viele Projekte scheitern nicht wegen der Technik, sondern wegen der Wirtschaftlichkeit

Mein Rat: Bevor du einsteigst, lass dir von einem unabhängigen Berater (nicht vom Anlagenbauer!) eine detaillierte 25-Jahres-Prognose erstellen. Mit echten lokalen Strompreisen, realistischen Verschattungsszenarien und den tatsächlichen Betriebskosten.

Falls du dich noch einarbeiten möchtest: Ich habe vorher einen Thread zur Anbieterauswahl geschrieben, da sind gute Kontrollfragen drin.

Ganz ehrlich – ich bin skeptisch, ob sich 2026 noch viele neue Projekte rechnen.


Antwort
Werner-Hoffmann
Beiträge: 4
(@werner-hoffmann)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Aus meiner langjährigen Erfahrung heraus: Mieterstrom lohnt sich noch, aber nur mit realistischen Erwartungen.

Die Umlage-Abschaffung ist ein echter Einschnitt – das stimmt. Aber:
- Du sparst auch Verwaltungsaufwand
- Für Mieter bleibt es oft günstiger als Netzstrom
- Die Dachnutzung ist trotzdem rentabel, wenn die Anlage gut geplant ist

Was ich gelernt habe: Kümmere dich früh um Zähler-Setup und Messtechnik. Das ist oft unterschätzt, kostet aber echtes Geld, wenn es später schiefgeht.

Wie groß ist das Projekt denn? Mehrfamilienhaus, Gewerbedach?

Bei mir funktionieren solche Anlagen am besten, wenn Investor und Hausverwaltung von Anfang an eng zusammenarbeiten – nicht am Kosten sparen, sondern beim Verstehen, was wirklich läuft.

Schreib gerne mehr Details, dann kann ich bessere Tipps geben.


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